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Zertifiziertes Mastfleisch:"Die Idee ist ein Anfang"

Lahstedt Zertifiziertes Mastfleisch:"Die Idee ist ein Anfang"

Adenstedt. Mit dem Zertifikat „Für Mehr Tierschutz“ will der Deutsche Tierschutzbund „tierfreundlicher“ erzeugtes Fleisch in Supermärkte bringen, wie gestern bekannt wurde. Helga Laue, Aktivistin aus Adenstedt und Vorsitzende der Peiner Gruppe des BUND, sagt: „Die Idee ist ein Anfang, es darf dabei aber nicht stehen bleiben!“

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„Für Mehr Tierschutz“: Der Deutsche Tierschutzbund will Fleisch aus Hühner- und Schweinemast zertifizieren.

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand

Ab Januar soll Schweine- und Hühnerfleisch, das durch den Deutschen Tierschutzbund mit dem Siegel „Für Mehr Tierschutz“ zertifiziert worden ist, bundesweit in mehreren Supermarkt-Filialen liegen. Der Tierschutzbund will nächste Woche beginnen, den ersten Mastbetrieben die Zertifizierung zu erteilen. Ihre Produkte sollen eine Zwischenstufe zwischen konventionell hergestelltem und Biofleisch darstellen und etwa zehn Prozent mehr kosten als konventionell hergestelltes Fleisch.

Voraussetzungen für die Zertifizierung sind unter anderem, dass die Schweine in den Mastbetrieben ein Drittel mehr Platz bekommen als gesetzlich vorgeschrieben und sie Beschäftigungsmöglichkeiten in den Ställen haben. Zudem dürften die Ferkel von den Züchtern nicht betäubungslos kastriert und ihre Schwänze nicht kurz nach der Geburt gekürzt werden. Bei Masthühnern gehöre ebenfalls mehr Platz für das einzelne Tier zu den Voraussetzungen, außerdem müssten die Betriebe weniger schnell wachsende Hühnerrassen verwenden – begrenzt auf 45 Gramm Tageszunahme.

„An der Initiative ist mit Sicherheit etwas Gutes, sie ist aber noch ausbaufähig“, kommentiert Laue. Ihre Bürgerinitiative Lahstedt/Ilsede „Tier, Mensch und Umwelt“ fordere eine konkrete Kennzeichnung von Fleisch: „Ich will wissen: Woher genau kommt das, was angeboten wird?“, so Laue. Bei den Labels des Tierschutzbundes wünscht sie sich zudem genaue Bestandsobergrenzen. „Letzten Endes ist aber der Verbraucher in der Verantwortung und vor allem der Landwirt: Was er nicht herstellt, kann nicht von uninformierten Verbrauchern gekauft werden!“

dpa/sip

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