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Wortgefecht zwischen Brandes und Steinbach geht weiter

Ilsede/Lahstedt Wortgefecht zwischen Brandes und Steinbach geht weiter

Ilsede/Lahstedt. Der Streit zwischen dem Ilseder Bürgermeister Wilfried Brandes (SPD) und dem Lahstedter Ratsherren Hans Steinbach (CDU) geht weiter. Ausgangspunkt war die Haushaltsrede des Christdemokraten, in der er unter anderem den angekündigten Ausstieg der Ilseder aus der gemeinschaftlichen Freibad-Finanzierung als „unsozial“ bezeichnet hatte. Daraufhin warf der Ilseder Verwaltungs-Chef dem Lahstedter Ratsherren einen Realitätsverlust vor (PAZ vom Sonnabend).

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Streitpunkt: Das Freibad in Gadenstedt.

Quelle: mu

Darauf kontert nun Steinbach: „Herrn Brandes scheint verlustig gegangen zu sein, dass der Lahstedter Rat bereits im Juni 2011 einen einstimmigen Beschluss gegen die Fusion mit Ilsede ausgesprochen hat. Deutlicher kann diese Realität fast nicht zum Ausdruck gebracht werden“, so Steinbach, der betont: „Die Vorteile für Ilsede hätten Nachteile für die Lahstedter Bürger gegenüber der Selbstständigkeit bedeutet.“ Eine Zusammenarbeit müsse aber Vorteile für alle Beteiligten bringen. „In unserer Demokratie sollte das akzeptiert werden.“

Im Lahstedter Rathaus kenne man einen „derartigen Ton“ über unterschiedliche Meinungen nicht, so Steinbach im Hinblick auf die Aussagen von Brandes: „Deshalb verwundert mich die Reaktion eines Bürgermeisters im Umgang mit einer anderen Meinung sehr. Im Übrigen ist der Grund der Aufkündigung des gemeinsamen Zweckverbandes nicht im Geringsten in der Situation des Freibades zu finden. Auch das sollte Herr Brandes realistisch wissen und wiedergeben“, findet der Lahstedter. „Dieses in einem Atemzug zu erwähnen, zeigt, welch Geistes Kind er in dieser Frage ist. Das Freibad ist für jeden Bürger zugänglich, nicht nur für Lahstedter.“

Abschließend wiederholt Steinbach seine Aussage: „Ein attraktives Freizeitangebot, das über Jahrzehnte erfolgreich gemeinsam aufgebaut und entwickelt wurde, zu Lasten der Bürger aufzukündigen, macht einen sprachlos. Wenn ich den Ton aus dem Rathaus in Ilsede höre, bin ich doppelt froh Lahstedter bleiben zu können.“

Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes möchte diese neuerlichen Aussagen nicht unkommentiert lassen. „Natürlich ist das Freibad ein attraktives Freizeitangebot - aber es stellt nunmal auch eine freiwillige Aufgabe dar“, sagt Brandes. „Und weil uns Lahstedt durch das Nein zur Fusion quasi in die Eigenentschuldung gedrängt hat, müssen wir eben verstärkt auf diese freiwilligen Aufgaben schauen, damit der Antrag auch Erfolg hat.“

Der Ilseder Verwaltungs-Chef bestreitet zudem, dass eine Fusion nur Vorteile für die Ilseder, aber Nachteile für die Lahstedter haben würde. „Das wäre ein Zusammenschluss auf Augenhöhe gewesen“, sagt Brandes und fügt dann versöhnlich an: „Ich bin gern bereit, mit Herrn Steinbach über die Vorteile einer Fusion zu sprechen. Bei diesem Gespräch würden wir sicherlich auch auf viele verbindende Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Gemeinden stoßen.“

mu/sip

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