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Wird Lahstedts Abwasser-Frage heute geklärt?

Lahstedt Wird Lahstedts Abwasser-Frage heute geklärt?

Gadenstedt. Es ist die letzte Ratssitzung für Bürgermeister Klaus Grimm heute Abend ab 19 Uhr im Lahstedter Rathaus - und es könnte eine der turbulentesten seiner Amtszeit werden.

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Die Kläranlage in Münstedt.

Quelle: A

Entgegen der Empfehlung des zuständigen Fachausschusses soll nämlich endgültig über das künftige Abwasserbeseitigungskonzept der Gemeinde Lahstedt entschieden werden. Und das birgt ein gewisses Spannungspotenzial.

Seit Jahren wird über die Zukunft des Abwasserkonzeptes in Lahstedt gestritten, zuletzt hatte sich die Debatte auf die Entscheidung zwischen Sanierung und Beibehaltung der vier dezentralen Kläranlagen und Bau und Betrieb einer „Zentralkläranlage Gadenstedt“ verengt. Nach Angaben eines Ingenieurbüros würde die Sanierung etwa 7,7 Millionen Euro kosten, eine zentrale Anlage etwa 9,7 Millionen Euro. Der Sachverständige unterstrich jedoch, dass sich nach 15 Jahren aufgrund verschiedener Faktoren die Zentralkläranlage rechnen würde, weshalb er auch diese Variante favorisierte. Der zuständige Abwasserausschuss hatte während der Sitzung Anfang Oktober jedoch noch Beratungsbedarf angemeldet und mehr Zeit für Informationen eingefordert.

„Diese Zeit haben wir jedoch nicht. Es muss jetzt eine Entscheidung fallen“, sagt Hans-Joachim Kloster, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. Demnach habe der Landkreis als Aufsichtsbehörde eine Frist bis zum 14. November gesetzt - dann müssen die Planungsunterlagen zum neuen Abwasserkonzept im Kreishaus vorliegen. Ansonsten drohe zum Jahresende der Ablauf der befristeten Einleitungserlaubnisse für die Kläranlagen Adenstedt und Münstedt und sogar der Einzug aller Betriebsgenehmigungen. „Dann müssten wir das Abwasser mit Lkw abfahren. Das kann keiner wirklich wollen“, sagt Kloster.

Doch trotz dieses Szenarios - der Vorsitzende des Abwasserausschusses, Hartmut Bartels (FBL), fordert mehr Zeit für die Entscheidungsfindung. „Wir wollen uns im November noch drei Reinigungssysteme präsentieren lassen“, erklärt der Gadenstedter. „Und dann soll möglichst noch der alte Rat eine Entscheidung treffen“, sagt er im Hinblick auf die zum neuen Jahr anstehende Fusion zwischen Ilsede und Lahstedt.

Fraglich ist nun, ob der Landkreis der dann fälligen Fristverlängerung zustimmen würde. Auf PAZ-Anfrage hieß es dazu aus dem Kreishaus kurz und knapp: „Die Kreisverwaltung geht bislang davon aus, dass der Rat der Gemeinde Lahstedt rechtzeitig die erforderlichen Beschlüsse fasst, damit auslaufende Genehmigungen erneuert werden können und erforderliche Reparatur- und Sanierungsarbeiten in den Abwasseranlagen der Gemeinde Lahstedt in Gang gesetzt werden können.“

Fraglich scheint jedoch auch zu sein, ob die beiden Spitzen des Abwasserausschusses, Bartels und Stellvertreter Manfred Tinius (SPD), überhaupt eine Ratsmehrheit hinter sich scharen können. Nach PAZ-Informationen gibt es zumindest auf Seiten der Sozialdemokraten einige „Abwasser-Abweichler“, die durchaus damit liebäugeln, bei der Abstimmung heute Abend dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zu folgen und damit eine Zentralkläranlage auf den Weg zu bringen. Es könnte also wirklich eine turbulente Sitzung werden...

mu

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