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"Wilde Ehe" endete im Wasserturm

Groß Lafferde "Wilde Ehe" endete im Wasserturm

Groß Lafferde. Nicht nur Märchen und Pilcher-Filme enden stets mit einer Hochzeit, sondern auch sogenannte „wilde Ehen“. Gestern war es in Groß Lafferde wieder einmal so weit - Lena-Kathrin Röcken und Leif Schierding besiegelten vor Standesbeamtin Sandra Drewes endgültig das Aus ihrer siebenjährigen „Beziehungswildnis“ - zugunsten der vom Staat geschützten und geförderten Standes-Variante.

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Das Brautpaar Lena-Kathrin Röcken und Leif Schierding im Trauzimmer des Groß Lafferder Wahrzeichens.

Quelle: im

Das endgültige „Ja“ gaben sich die patente Polizistin und ihr flotter Fleischermeister an einem für ihr Heimatdorf ganz besonderen, weithin sichtbaren und beziehungsreichen Ort: Im hübsch museal möblierten Trauzimmer zwischen Ofenherd und Nähmaschine des gut einhundert Jahre alten und für mehr als 150000 Euro sanierten Wasserturms.

Dieser Entschluss hatte sich - dank der Familienanzeige in der PAZ - in Windeseile im Dorf herumgesprochen. Und so hatten sich vor dem, schon seiner respektablen Standhaftigkeit wegen als Ort für Familiengründungen sehr geeigneten Wasserturm, Freunde und Schaulustige eingefunden. Gisela Brandes beispielsweise kenne sowohl Ortsbürgermeistertochter und Polizeibeamtin Lena als auch ihren künftigen Gatten, den „stattlichen Fleischermeister Leif“ von klein auf, erzählt sie, und dass sie sich sehr freue über das junge Glück.

Und während sich im ersten Stockwerk des Wasserturms vollzieht, was möglichst über die eiserne Hochzeit Bestand haben möge, wird draußen eine mobile Sektbar installiert, warten Freunde mit auf einem Bettlaken gemalten Herzen, formieren sich Freunde zum Glückwunsch.

Dabei sind auch die knapp 30 Beamtinnen und Beamten der Bereitschaftspolizei aus Braunschweig in ihrer eher martialisch anmutenden Dienstkleidung, die ein Spalier für ihre eheschließende Kollegin bilden. Jene attraktive, junge Braut also, die man sich nicht einmal mit viel Phantasie ebenfalls als Bereitschaftspolizistin im Dienst vorstellen kann.

Und dann endlich der lang erwartete Moment: Die Türflügel des Wasserturmes werden geöffnet und heraus schreiten sichtlich glückliche junge Eheleute. Entspannt lächelnd genießen sie Schlagstockspalier, Reiskornhagel und Applaus. Es wird gratuliert, geherzt, gedrückt, gelacht und getrunken. So wird es am Sonnabend nach der kirchlichen Hochzeit in der Bernward-Kirche weitergehen, wenn sie ihre „wilde Ehe“ dann endgültig hinter sich lassen. Ihr ganz persönliches Märchen indessen möge auch nach der Hochzeit weitergehen - Schichtdienst und Schlachtterminen zum Trotz.

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