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Wieder Ärger um Bolzbergallee: Bürgerwehren sich gegen Baumschnitt-Pläne

Lahstedt-Gadenstedt Wieder Ärger um Bolzbergallee: Bürgerwehren sich gegen Baumschnitt-Pläne

Gadenstedt. Die Bolzbergallee sorgt wieder für Diskussionen in Gadenstedt. Während der jüngsten Ortsratssitzung wurde mehrheitlich empfohlen, die Bäume auf acht Meter Höhe zu beschneiden. Dies stößt bei einigen Gadenstedter Bürgern auf Unverständnis. Sie befürchten, dass die Bäume dadurch eingehen könnten.

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Sorgen sich um die Bolzbergallee (von links): Peter Beckers, Andrea Blanke, Christoph Hempel und Wolfgang Hanck.

Quelle: mu

„Diese 81 Hainbuchen hat Albrecht von Gadenstedt im Jahre 1889 gepflanzt. Die Allee ist ein zentraler Bestandteil des Ortsbildes und muss auf jeden Fall erhalten bleiben“, sagt der Gadenstedter Wolfgang Hanck. „Das ist quasi unser Weltkulturerbe“, ergänzt Peter Beckers vom Vorstand des Fördervereins Heimatpflege Gadenstedt. Beide sehen nach den neuesten Plänen den Fortbestand der Allee gefährdet. Der Hintergrund ist dabei etwas komplizierter.

Ausgangspunkt ist die längst fällige Kanalsanierung in der Bolzbergallee. Während dieser Arbeiten würden auch unweigerlich die Wurzeln der Bäume in Mitleidenschaft gezogen werden, hieß es aus der Verwaltung. Als Folge könnten die Hainbuchen wegen mangelnder Standfestigkeit umfallen oder gleich ganz absterben. Nur durch einen Baumschnitt könne dem entgegengewirkt werden. Die Verwaltung schlug vor, die Bäume auf vier Meter zu stutzen - dies wies der Ortsrat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich zurück und empfahl einen Erhaltungsschnitt auf acht Meter Höhe.

„Ich habe mit Experten gesprochen - das ist viel zu niedrig. Die Bäume würden aller Wahrscheinlichkeit nach eingehen“, ist sich Anwohner Wolfgang Hanck sicher. Er sorgt sich dabei nicht nur um das Dorfbild, sondern auch um zahlreiche Tiere, die in den Bäumen hausen.

Unterstützung erhält er dabei vom Lahstedter Grünen-Politiker Christoph Hempel. „Ich habe hier schon zahlreiche Fledermäuse und auch einen Grünspecht gesehen“, erklärt er im PAZ-Gespräch und ergänzt: „Die Sorgen der Bürger sind absolut berechtigt. Hier zeigt sich, wie wichtig das von uns angeregte Projekt einer Baumschutzsatzung ist.“

Die neuerliche Diskussion um die Bolzbergallee kann Jürgen Stahlmann von der Lahstedter Verwaltung nicht so recht nachvollziehen. „Wir haben uns mit unterschiedlichen Experten beraten, die alle einen solchen Schnitt empfohlen haben. Und keiner hat die Befürchtung geäußert, dass dadurch die Bäume dauerhaft zu Schaden kommen könnten“, erklärt der Verwaltungs-Mitarbeiter. Die Festlegung auf acht Meter Schnitthöhe sei ein guter Kompromiss - außerdem wurde im Beschlussvorschlag explizit festgehalten, dass kein Ast abgeschnitten werden solle, der dicker als zehn Zentimeter ist.

mu

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