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Von Brombeerschnee in der Luisenstraße

Gadenstedt Von Brombeerschnee in der Luisenstraße

Gadenstedt. Es ist viel zu schade, um im Schattendasein des volkstümlichen Musikantenstadl vor sich hin zu kümmern, ohne seine ungeahnten klanglichen Möglichkeiten ausspielen zu dürfen. Einmal mehr rehabilitierte Ulrike Dangendorf, Komponistin und wahrhafte Herrin über Knöpfe und Tasten, das Akkordeon und stellte es in der Alten Stellmacherei musikalisch dahin, wohin es gehört: In den Mittelpunkt ihres Konzertes.

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Die Besucher in der Alten Stellmacherei in Gadenstedt waren begeistert von dem Konzert der Akkordeon-Spielerin Ulrike Dangendorf.

Quelle: rb

Dass sie dabei sehr eigen ist, kennt man von ihr, denn Dangendorf spielt nie nur irgendwas, sondern ausschließlich Eigenes: Keltisches, Musik vom Balkan, aus Frankreich, Russland, ein bisschen Klezmer - und das ist noch längst nicht alles.

Und was sie auch musiziert: Das Publikum lächelt. Warm spielt sie sich mit „kalter Januar“, und das klingt, als trüge der Frühling einen Wintermantel - und mit ihren Walzern scheint sie hinter den geschlossenen Augenlidern mit ihrem Instrument verträumt durch die Alte Stellmacherei zu tanzen.

Sie schlingt und verquickt verschiedene Musikstile zu einem musikalischen Weltspaziergang: mal muskulös und sportlich bis lieblich und filigran. Wer im Parkett dabei schwelgend die Augen schließt, dem entgeht Dangendorfs zuweilen spitzbübisches Lächeln, wenn sie im Kolorit ihrer Komposition mitwiegend spontan hübsche Geheimnisse einbaut, Kleinigkeiten, mit denen sie sich und die Zuhörer zusätzlich beschenkt - ein kleines Echo, ein kleiner Triller hier, ein winziger neuer melodischer Feuerfunke dort.

Gerne gibt die moderierende Komponistin der Phantasie ihres Publikums auch einen Schubs: ein kleines „Lüftchen“ leitet fast flüsternd das musikalische Märchen von den „Gesichtern im Wald“ ein, wo Berggeister tanzen, Quellen plätschern und sich der Klang des Akkordeons zu dem der Orgel zu steigern scheint, wenn der „gläserne Vogel“ erwacht und sich aufschwingt.

Dangendorf scheint ihre musikalischen Inspirationen auch einfach von der Straße aufzulesen, um sie zu Hör-Gemälden zu formen: ihre Hommage an die Luisenstraße klingt so hell und fröhlich, so sommerlich sonnig, als läge sie in Marseille oder Paris und nicht im niedersächsischen Hameln. Von dort aus durchwandert sie musikalisch die Jahreszeiten, wenn der Schnee nach Brombeere schmeckt und die „Lichtstunde“ den Abend einleitet.

„Wie nach Hause zu kommen“ beschrieb sie ihren jüngsten Auftritt neben dem lodernden Stellmacherei-Kamin - das Publikum mochte sie kaum gehen lassen.

uj

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