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Und ewig klopft das alte Dieselherz

Oberg Und ewig klopft das alte Dieselherz

Oberg. Landwirtschaftlicher Feldarbeit wird im Allgemeinen ein öffentlicher Unterhaltungswert eher abgesprochen. Zu Unrecht, wie sich seit einigen Wochen in Oberg zeigt, wenn Ralf Graue mit seinem 60 Jahre alten Lanz-Bulldog-Trecker das dörfliche Straßenbild sicht- und hörbar auflockert. Verknüpfen sich nämlich bäuerliche Kreativität und landmännische Nostalgie, wird das Ergebnis fröhlich begrüßt und bewundert.

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Ralf Graue am Steuer seines Lanz-Bulldog-Treckers.

Quelle: im

Als Lanz-Enthusiast Graue vor zehn Jahren von Petersagen nach Oberg zog, ließ er nicht nur seinen Bruder und die Landwirtschaft, sondern auch diverse restaurierte Lanz-Veteranen zurück. Seit wenigen Wochen ist Graues Traum nach einem solchen motorisierten Naturburschen geheilt: mit einem 60 Jahre alten blauen Lanz Bulldog, der den studierten Kaufmann und derzeitigen Hausmann und Hausmeister im Oberger Kindergarten seitdem in einen wahren Diesel-Glücksrausch versetzt.

Gespeist wurde die Leidenschaft am Tag des diesjährigen Endspiels zur Fußball-Weltmeisterschaft auf den 150 Kilometern nach Oberg, an dem der Treckerpilot idealerweise beinahe allein auf der Landstraße unterwegs war.

Eigentlich wollte der Freizeit-Traktorist sein Schätzchen lieber von einer Spedition anliefern lassen. Das wertete der brüderliche Restaurator allerdings als Affront. Der hatte das betagte und heruntergekommene Modell einst von einem Schrottplatz gerettet und in liebevoller Kleinarbeit in den Originalzustand versetzt. „Der ist technisch neu, der kann rollen“, argumentierte er und schickte den Oberger erstens hinter das riesige Lenkrad und zweitens auf die Piste.

Vier Jahre dauerte es bis zum 1a Ist-Zustand, gut fünf Stunden die Überführungsfahrt in die Lahstedter Ortschaft. Das Dieselherz mit einem Hubraum von 2.3 Litern, 17 PS und einem einzigen Zylinder treibt den mobilen Altenteiler auf immerhin gut 30 Stundenkilometer, wobei die sitzende Position des Traktoristen den einzigen Fahrkomfort darstellt.

Lehnen am Fahrersitz? Windschutz? Sicherheitseinrichtungen? Fehlanzeige!

Graue liebt indessen jedes Detail: die schwergängige, knifflige Schaltung, die direkte Lenkung, die Kippgefahr und dass sich jeder Fahrfehler irgendwie rächt. Kein Wunder, dass der Hersteller damals eine spezielle Fahrschule anbot.

Nach fünf Stunden „auf Achse“ ist Graues Gesicht vom Dieselruß gezeichnet, konditionell ist er am Ende und hat einen Riesenrespekt vor jenen, die einst mit diesen Maschinen täglich arbeiteten. Aber genau das ist es, was den Freizeitfahrer aus Oberg fasziniert und sich zu einer Weltanschauung verdichtet hat. „Die Freude an diesem Trecker lässt einen nicht mehr los!“

Lesen Sie einen ausführlichen Fahrbericht in der gedruckten PAZ.

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