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Umformerstation: Lahstedt will Geld zurück

Lahstedt Umformerstation: Lahstedt will Geld zurück

Der Umformer-Streit zwischen Hüttenverein und Lahstedt eskaliert: Nachdem der Verein der Gemeinde Lahstedt. „Stimmungsmache“ und „Unwahrheiten“ vorgeworfen hat, macht die Gemeinde kurzen Prozess: Sie fordert das Geld zurück, das sie in die Sanierung des ehemaligen Industriegebäudes gesteckt hat, welches zurzeit der Förderverein nutzt.

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Oben: Die Umformerstation soll Veranstaltungzentrum werden.

Quelle: sip

„Eine finanzielle Förderung von Veranstaltungsräumen mit überwiegend kommerzieller Nutzung darf von uns nicht erfolgen“, begründen Bürgermeister Klaus Grimm und die Fraktionsvorsitzenden Manfred Tinius (SPD) und Rainer Röcken (CDU) ihre Entscheidung, das Geld wieder zurückzuverlangen. Dies ist der bisherige Höhepunkt des Streits zwischen Lahstedt und dem Verein (siehe Hintergrund), der sich vor allem um die Vermietung der Umformerstation für private Feiern dreht. Lahstedt sieht hier eine vertragliche Einschränkung, der Vereinsvorsitzende Klaus-Henning Großpietsch hat dem deutlich widersprochen, den Lahstedter sogar vorgeworfen mit „Halb- und Unwahrheiten Stimmung gegen den Verein“ zu machen.

Grimm stellt jetzt klar: „Es gibt eine Vorgabe im Vertrag vom 8. April 2011“ - er zitiert: „Da der Förderverein das Kaufgrundstück zur Nutzung als Ausstellungshalle mit entsprechenden Nebenräumen als eine Gemeinbedarfseinrichtung erwirbt, wird der Kaufgegenstand zum symbolischen Kaufpreis von 1 Euro verkauft.“ Grimm betont: „Diesen Vertrag hat Herr Großpietsch unterschrieben. Wir halten uns an die Fakten und verbreiten keine Unwahrheiten!“

Vor allem wegen zu befürchtender Kosten sperren sich die Lahstedter gegen die kommerzielle Nutzung - daraus könnten sich negative Auswirkungen auf vorhandene gastronomische Betriebe in der Gemeinde Lahstedt entwickeln, begründen sie. Auch Kosten für eventuelle Infrastrukturmaßnahmen und für eine Änderung des Bebauungsplanes lehne Lahstedt ab. „Es gibt einen Bauantrag und eine Baugenehmigung von 2005: maximale Begrenzung für Ausstellungs-Veranstaltungen auf 100 Personen für 2 bis 3 Gegebenheiten im Monat im Zeitraum von April bis Oktober, keine, Beheizung, keine Nutzung des Kellers, keine Bestuhlung - mit dieser Regelung waren wir einverstanden“, so Grimm, Tinius und Röcken. Dass aus der Gemeinbedarfseinrichtung nun eine kommerzielle Veranstaltungshalle entstehen soll, sei nicht abgemacht: „Warum hat der Verein nicht mit den Gemeinden gesprochen, um die Veränderungen abzustimmen? In Lahstedt sprechen wir über Problemstellungen und versuchen sie einvernehmlich zu lösen.“ Für die Lahstedter ist klar: „Die Vorgabe ‚Gemeinbedarfseinrichtung‘ wird bis jetzt vom Verein nicht eingehalten.“ Deshalb wollen sie den eigenen Anteil an den Sanierungskosten von 16500 Euro zurückzufordern - „unsere politischen Gremien werden sich jetzt mit dieser Forderung beschäftigen“, kündigt Grimm an.

Die Chronologie des Umformer-Streits

• April 2011: Die Gemeinden Lahstedt und Ilsede übergeben dem Hüttenverein die Umformerstation für 1 Euro. Zuvor haben die Gemeinden das ehemalige Industriegebäude für 33000 Euro saniert.

• 16. März 2012: Die PAZ berichtet über die Umbauarbeiten an der Umformerstation: Der Verein berichtet, dass er insgesamt 70000 Euro investiert, um das Gebäude am 17. Mai samt neuer Terrasse zu eröffnen. Aus der Umformerstation soll Vereinsheim, Ausstellungsfläche, aber auch ein Veranstaltungszentrum im Erdgeschoss werden. Die Wito erklärt sich bereit, die Vermietung für Feiern und Co. zu übernehmen.

• Daraufhin melden sich Politiker aus Lahstedt zu Wort, erstaunt über die Pläne: Sie fühlen sich „gewaltig hintergangen“. Man habe dem Verein das Gebäude zur Unterbringung der historischen Sammlung, nicht für kommerzielle Veranstaltungen, übergeben.

• Auch von der Ilseder CDU wird Kritik am Verein laut, Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes (SPD) sieht die Umbaupläne ebenfalls als problematisch an.

• 12. April: Der Hüttenverein verteidigt sich, es gebe keine vertraglichen Einschränkungen, die Kritik sei „unverschämt“.

• 19. April: Die Ilseder SPD/Grüne-Ratsgruppe unterstützt den Hüttenverein: Das Ehrenamt werde von den Kritikern „mit Füßen getreten.“

sip

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