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Stolzer die Glocken nie klingen

Gadenstedt Stolzer die Glocken nie klingen

Geschäftiges Treiben in der Glockenstube der Gadenstedter St.-Andreaskirche: Die Handwerker besorgen den letzten Feinschliff. Am Montag sollen die neuen Bronzeriesen geweiht werden.

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Zahlreiche Gemeindemitglieder und Kindergarten-Kinder haben die Anlieferung der neuen Glocken miterlebt.

Quelle: rb

Gadenstedt . Es riecht nach Holz im Turm der St.-Andreaskirche in Gadenstedt. Auf dem Boden liegen Späne, die Plane, mit der notdürftig die große Öffnung im Kirchturm verschlossen wurde, zappelt schüchtern im Wind. „Da durch haben wir den neuen Glockenstuhl und die Glocken gehoben“, sagt Metallarbeiter Hartmut Hörr.

Zusammen mit Glockenfachmonteur Gunter Gläser ist er für den sicheren Halt der Bronzeriesen zuständig. Anfang Mai waren die neuen Glocken in Gadenstedt angekommen, für die die Kirchengemeinde seit zweieinhalb Jahren Geld gesammelt hat (siehe Hintergrund).

Mit einem Kran wurden die klangvollen Riesen in den Turm gehoben, indem zuvor der neue Glockenstuhl aufgebaut worden war. Mit Flaschenzügen mussten die 1700, 1100 und 780 Kilo wiegenden Bronzeglocken im Turm bewegt werden. „Wir mussten ein wenig improvisieren“, sagt Hörr. Letztlich habe jedoch alles geklappt.

Damit die Glocken auch zeitig und im Einklang läuten, wird nun noch an der Elektrik gearbeitet. „Gib mir mal das Kabel“, sagt Elektromeister Kurt Aust, der mit seinen Kollegen gerade den neuen Steuerungskasten anschließt.

Für den Handwerker ist die Arbeit im Kirchturm nicht alltäglich. „Das ist schon ein besonderes Gefühl“, erläutert er. „Das kommt höchstens drei, vier Mal in einem Elektromeister-Leben vor.“ Nach der Verkabelung werden die Glocken per Ketten mit den Motoren verbunden, die bis zu ein Kilowatt Leistung haben. „Ungefähr so viel wie ein Rasenmäher-Motor“, sagt Aust. Schließlich werden die Bronzeriesen von den Glocken-Fachleuten noch korrekt eingestellt. Nur ein spezieller Läut-Winkel garantiert den vollen Klang.

Und so läuteten die neuen Glocken bereits kurz zur Probe, bevor sie am Pfingstmontag feierlich geweiht werden (siehe Hintergrund). „Das hat sich schon toll angehört“, sagt der Gadenstedter Pastor Norbert Paul. Die Freude ist ihm deutlich anzumerken, dass der lange Weg zu den neuen Glocken so erfolgreich abgeschlossen wurde. „Wir sind alle mächtig stolz“, sagt Paul.

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Hintergrund

Glockenweihe an Pfingstmontag

Nach nur zweieinhalb Jahren ist das große Ziel erreicht: Die St. Andreaskirchengemeinde Gadenstedt kann die drei neuen Bronzeglocken aus der Glockengießerei Bachert in Karlsruhe in Gebrauch nehmen. Vor dem ersten offiziellen Läuten müssen die Glocken zunächst noch geweiht werden und die Weihe findet statt bei einem Regionalgottesdienst der Region Südost des Kirchenkreises Peine am Pfingstmontag um 10 Uhr. Beinahe alle Geistlichen der Region werden an dem Gottesdienst beteiligt sein. Bei schönem Wetter findet der Gottesdienst neben, bei schlechtem in der St. Andreaskirche statt. Der Gottesdienst steht unter dem Motto „Wenn Glocken schweigen…“ Im Anschluss daran lädt das St.-Andreas-Männerkochteam zu einem Mittagessen mit leckeren Braten ein.

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Hintergrund

Der lange Weg zu den neuen Glocken

2006: Sachverständige untersucht die knapp 90 Jahre alten Stahlglocken und stellt Haarrisse fest.

Ende 2007: Die Gemeinde entschließt sich Geld für neue Bronzeglocken zu sammeln, da sich die Exemplare aus Stahl nicht reparieren lassen.
Geschätzte Kosten: 150 000 Euro.

2007-2010: Mit zahlreichen Spenden- und Sammelaktionen bekommt die Kirchengemeinde 114 000 Euro zusammen, die Kosten sind deutlich weniger geworden, ein paar tausend Euro stehen aber noch aus.

Januar 2010: Mit 50 Gadenstedtern fährt Pastor Norbert Paul nach Karlsruhe. Die Reisenden erleben dort, wie die Glocken gegossen werden.

Mai 2010: Die drei Glocken werden geliefert. Viele Gemeindemitglieder sind gekommen, um den „historischen Moment“ mitzuerleben.

sip

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