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Stau ade: Münstedter Familie fliegt mit dem Hubschrauber in den Urlaub

Münstedt Stau ade: Münstedter Familie fliegt mit dem Hubschrauber in den Urlaub

Münstedt. Urlaubszeit ist Reisezeit. Für viele Urlauber beginnt die schönste Zeit des Jahres allerdings schwitzend im Auto mitten in einem 17-Kilometer-Stau. Doch für eine Familie aus Münstedt ist das in diesem Jahr ganz anders. Als erste Sieger beim Gewinnspiel „Siegen oder Fliegen“ von Antenne Niedersachsen wurde sie gestern mit einem Hubschrauber auf die Nordseeinsel Borkum chauffiert.

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Interview direkt vor dem Helikopter.

Quelle: mu

Mit lautem Getöse landet der Helikopter auf dem Münstedter Sportplatz. Mutter Alexandra, Vater Jean und die Kinder Marcel und Jeremy stehen schon mit ihren Reisetaschen bereit. „Ich kann das alles immer noch nicht glauben“ sagt die Münstedterin. Jeden Tag höre sie den Radiosender - und als dann plötzlich der Anruf kam, sei sie total aus dem Häuschen gewesen. Sie habe sofort ihren Mann informiert, der gerade am Steuer seines Lkw saß. „Ich dachte erst, dass sie mich veräppeln will“, sagt der Lastwagenfahrer, der täglich für eine Entsorgungsfirma unterwegs ist.

Als der Rotor endlich stillsteht, steigt eine Mitarbeiterin des Radiosenders aus und begrüßt die Familie. „Wir machen jetzt noch einige Aufnahmen“, sagt sie und zückt das Firmenhandy, das gleichzeitig als Diktiergerät, Fotoapparat und Filmkamera dient. „Zunächst tut doch bitte mal so, als würdet ihr dem Hubschrauber in der Luft zuwinken“, sagt die Mitarbeiterin des Radiosenders. Es folgen kurze Interviews mit den Familienmitgliedern. Mit beinahe überschlagender Stimme erzählt Mutter Alexandra, wie sehr sich die Familie auf den Urlaub und vor allem auf den Flug freue. Vater Jean schaut sich derweil den Helikopter etwas genauer an. „Ich bin beim Bund mal mit einem Hubschrauber geflogen - aber das ist lange her“, sagt der Münstedter.

Für die restlichen Mitglieder der Familie wird der Flug nach Borkum eine Premiere sein. Und das übrigens bei gutem Flugwetter, wie Pilot Frank Zabell betont, was angesichts des Nieselregens und des immer mal wieder in der Ferne vernehmbaren Donnergrollens nur schwer zu glauben ist. „Wir haben keine Thermik, und um die paar Gewitterzellen kann man gut herumfliegen“, erklärt der Pilot. Vielleicht trotzdem gut, dass die Familie von dieser Aussage nichts mitbekommen hat.

Wie lange die Münstedter auf der Insel Urlaub machen können, haben sie übrigens selbst in der Hand. Jeden Morgen spielen sie in der „Moin-Show“ um einen weiteren Tag Urlaub. Dann heißt es nämlich in der Tat „Siegen oder Fliegen“ - sollte die Familie nicht mindestens zwei von drei Fragen richtig beantworten, geht es zurück.

Doch daran wollen die glücklichen Gewinner beim Abflug natürlich noch nicht wirklich denken. Gerade ziehen sie sich die „Ich bin ein Gewinner“-Shirts des Radiosenders an, es folgen letzte Interviews direkt vor dem Hubschrauber. Wenig später steigen die Münstedter in den Helikopter, dann startet auch schon der Motor. Schneller und schneller dreht sich der Rotor, bis der Hubschrauber schließlich abhebt. Mit etwa 200 km/h bringt er die Münstedter Familie jetzt in knapp eineinhalb Stunden nach Borkum. Ganz ohne 17-Kilometer-Stau.

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