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Seltenes Erlebnis: Adenstedter „krönten“ ihre Kirche

Adenstedt Seltenes Erlebnis: Adenstedter „krönten“ ihre Kirche

Das erlebt man nicht alle Tage: Gestern „krönten“ die Adenstedter ihren Kirchturm neu. Wetterfahne, Kreuz und Turmknopf kamen – frisch vergoldet – aufs Dach des knapp 44 Meter hohen Kirchturmes. Noch etwa einen Monat lang wird der Turm saniert.

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Noch eingerüstet: Die Adenstedter St.-Briccius-Kirche.

Quelle: sip

Adenstedt. Der Wind pfiff zwar steif von Südwest, doch auch die Sonne ließ sich über Adenstedt blicken und schaffte damit feierliche Stimmung auf dem Turm der St.-Briccius-Kirche. Wie bestellt, denn gestern wurde die neu vergoldete Bekrönung auf dem Kirchturm befestigt.

„Die ist ein feierlicher Augenblick, den es nur alle 50 bis 100 Jahre gibt“, sagte Pastor Eberhard Sabrowski beim Einpacken der Bekrönung in der Kirche – etwa 30 Zuschauer hatten sich versammelt, um das seltene Schauspiel mit zu erleben. Denn die Turmbekrönung – in diesem Fall ein schmiedeeisernes Kreuz, eine Wetterfahne mit dem Baujahr der Kirche 1922 und der vergoldete Turmknopf – ist nur in Ausnahmefällen aus der Nähe zu sehen.

Und ein solchen erlebt die Kirche gerade. Seit September 2010 wird die Bekrönung in der Kirche gelagert, denn der Turm wird seitdem saniert. Noch im vergangenen Jahr sollte die Maßnahme abgeschlossen werden, „doch über die Wintermonate musste der Bau ruhen“, so Jürgen Steindorf vom kirchlichen Bauamt. „Bei zu kaltem Wetter kann man keinen Mörtel aufbringen“.

Zudem verfüge die Adenstedter Kirche über eine einmalige Konstruktion: „Der Turm hat keinen Dachstuhl aus Holz, sondern einen gemauerten Turmhelm.“ Auf ihm die Ziegel zu befestigen, war die Herausforderung. Auch deshalb habe sich der Bau verteuert – von geplanten 350 000 auf etwa 500 000 Euro. Inzwischen sieht die Gemeinde Licht am Ende des Tunnels: Die Sanierung könnte in etwa einem Monat beendet sein.

Gestern genossen die Adenstedt den Augenblick. Einige wagten sich sogar mit auf den windigen Kirchturm. „Bei weniger diesigem Wetter konnten wir sogar den Brocken sehen,“ sagt ein Arbeiter.

Die „Krönung“ selbst dauerte nicht lang: Nachdem der Turmknopf aufgesteckt und mit einer Schraube gesichert war, folgten Wetterfahne und Kreuz. Die Turmspitze unter der Bekrönung beschlugen die Dachdecker mit nagelneuem Kupfer, das in ein paar Jahren grün verwittern dürfte. Doch das wolle man nur aus der Ferne beobachten, so Sabrowski: „Hoffentlich muss die Bekrönung erst wieder in 100 Jahren abgenommen werden.“

sip

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