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Schäferstündchen mit „Marusja“ und „Kalinka“ in Oberg

Lahstedt Schäferstündchen mit „Marusja“ und „Kalinka“ in Oberg

Oberg. Die einen hielten die russische Volksgruppe der Kosaken für furchterregende Militaristen, andere für verlässliche Landwirte, manche sagen ihnen halsbrecherische Reitkünste nach und - was für ein Kontrast - gefühlvolle Musikalität.

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Die zahlreichen Besucher in der Johannes-der Täufer-Kirche in Oberg waren begeistert von dem Auftritt der Maxim Kowalew Don Kosaken.

Quelle: im

Die Freunde russischer Gesangsdarbietung in der vollbesetzten Johannes-der-Täufer-Kirche in Oberg ließen sich diese Sangeskunst nicht entgehen und lauschten ergriffen dem Vortrag der sieben stimmgewaltigen Maxim Kowalew Don Kosaken.

Bei Konzerten dieser Art gehen die allermeisten Kosaken-Gesangsformationen nach dem gleichen Schema vor: Zunächst das musikalische Gotteslob und erst an zweiter Stelle das Liedgut aus der volkstümlichen und soldatischen Unterhaltungsabteilung.

Eigentlich haben sich hier sieben Solisten üblicher Männerstimmlagen zu einem mehrstimmigem Vokalensemble versammelt und verstehen es, routiniert von „volle Pulle“ zu „sanft schmachtend“ zu steuern - vom stimmlichen Keller bis zum gesanglichen Dachfirst.

Die geistlichen Lieder präsentierten sie in einer kombinierten Haltung aus „Stillgestanden“ und „Rührt euch“ a capella: beispielsweise „Seligpreisungen“, „Himmel und Erde“ - und selbstverständlich die „Abendglocken“. Die Männer im martialischen Schwarz mit Koppel- und Schulterriemen spulen ihr Repertoire ab, das irgendwie immer nach Schnee und Weihnachten klingt und in seltsamem Kontrast zu den Ansagen steht, die an militärische Kommandos erinnern: „Komponist!“ „Bach!“ „Gounod!“ „Ave!“ „Maria!“ Das Publikum ist von den Darbietungen ergriffen, hinlänglich bekannte Hits wie „Die Macht der Liebe“ quittieren manche Fans spontan mit stehend gegebenem Beifall.

Im volksmusikalischen Teil intensiviert sich die Sympathie zwischen Publikum und dem uniformierten Ensemble. Das wird inzwischen schwungvoll vom Knopfakkordeon begleitet, wobei sich bei diesem Liedgut sofort dieser Geschmack von Wodka-beim-Lagerfeuer und Soldatenlieder-Romantik einstellt. Und während zur blauen Stunde sanfter Schneefall die Kirche umhüllt, reiten „Lustige Kosaken“ zu ihrem Schäferstündchen mit „Marusja“ und natürlich zu „Kalinka“. Das Publikum ist aus dem Häuschen und huldigt dem Ensemble. Ein Muss für Fans!

uj

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