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Reise durch das wilde Hochland

Gadenstedt Reise durch das wilde Hochland

Gadenstedt. Er hat es tatsächlich geschafft: Ein kleines Stück fehlte dem Gadenstedter Dr. Peter Schmidt noch, um sagen zu können, dass er auf dem Landweg vom Nordkap zum Nadelkap, dem südlichsten Punkt Afrikas, unterwegs war. Mit der Amharanubia-Strecke durch das Hochland von Äthiopien und durch den Sudan hat er die letzte große Lücke nun geschlossen: Addis Ababa, Mekelle, Khartoum sowie Trekking in den Simien-Mountains und die „vollwüstige“ Sahara inklusive.

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Äthiopien: Dr. Peter Schmidt bei den Auxum-Stelen.

Quelle: oh

Amharanubia - durch Äthiopien und den Sudan: Schmidt reiste gemeinsam mit seiner Frau Martina Nil-abwärts durch den Sudan. Schmidt: „Während wir in Äthiopien einige Kulturinteressierte und Trekkingtouristen trafen, scheint der Sudan fast touristenleer. So hatten wir viele Highlights wie die Pyramiden von Meroe für uns ganz allein.“ Lückenschluss: 1994 stand Schmidt mit seiner schwangeren Frau am Nordkap, ein Jahr später am Kap der Guten Hoffnung und am Nadelkap. 2011, 2013 und 2014 standen im Zeichen der Komplettierung des langen Landwegs zwischen Kap und Kap: 2011 wurde die Afar-Senke besucht (PAZ berichtete) und der Nahe Osten komplettiert. „Quasi in letzter Minute“, so Schmidt, „denn noch während unseres Aufenthaltes steigerte sich Syrien absehbar in den Bürgerkrieg hinein.“

2013 war dann die Strecke von Addis Abeba nach Nairobi dran, mit dem Besuch der verschiedenen Stämme im Süden Äthiopiens, der Durchquerung der Chalbi-Wüste, einer Lava-Wüste mit Mondlandschaftscharakter. Und nun endlich kam das allerletzte große Teilstück dran: Sudan und das nordwestliche Hochland von Äthiopien.

„Zunächst ging es durch das tief verschluchtete Hochland Äthiopiens im Quellgebiet des Blauen Nils“, beschreibt Schmidt die beeindruckende Reise. Die wegen seiner Sakralbauten hochinteressanten Orte Lalibela, Axum und Gondar wurden ausführlich besichtigt. In Lalibela faszinierten die monolithischen Felsenkirchen, in Axum die Stelen und in Gondar die Paläste. „Als besonderes Highlight - und das im wahrsten Sinne des Wortes - fehlte ein Simien-Trekking nicht“, so der Gadenstedter. „Via Imetgogo und den 4070 Meter hohen Inetaye ging es via Sankabar Camp und Geech Camp bis zum Chennek Camp. Immer am Abgrund entlang, der tischkantengleich, wie das abrupte Ende der Welt anmutete.“

Und es ging rauf und runter: „In etwa 4000 Metern Höhe im Reich der Riesenlobelien, jeden Tag etwa 25 Kilometer“, erzählt Schmidt.

Nach dem Trekking durch und über das „Dach Afrikas“ erwarteten die Schmidts zauberhafte Stimmungen am Nil im Sudan. Oasen, Pyramiden, Tempel und Sandwüste charakterisieren die Kulissen Nubiens. Ein nicht alltägliches Erlebnis waren auch die Unterkünfte: „Übernachtet wurde im Norden des Sudans bei nubischen Familien“, schildert Schmidt. „Touristen gab es nur ganz wenige.“ Die Sehenswürdigkeiten Nubiens hatten die beiden somit meist für sich alleine, nur hin- und wieder tauchten auch andere Reisegäste auf. Ob Hochland, Niltal oder vegetationsfreie Wüste: „Der landschaftliche Kontrast auf dieser Reise konnte gar nicht größer sein“, zieht Schmidt ein Zwischenresümee.

Mehr über die Reise und über gewöhnungsbedürftige Essensbräuche gibt es im zweiten Teil des Reiseberichts.

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