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Rat vom Schwiegervater: „Den nimm man, der ist der Richtige!“

Groß Lafferde Rat vom Schwiegervater: „Den nimm man, der ist der Richtige!“

Groß Lafferde. Während Athleten aus aller Welt in Sotschi um Medaillen kämpfen, haben Mariechen und Reinert Franke in Groß Lafferde bereits Gold erreicht. Denn die 77-Jährige und ihr ein Jahr jüngerer Mann können heute auf 50 Jahre Ehe zurückblicken - und das mit ihren vier Kindern, neun Enkeln und fünf Urenkeln auch gebührend feiern.

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Mariechen und Reinert Franke feiern heute im Kreis ihrer vier Kinder, neun Enkelkinder und fünf Urenkel ihre Goldene Hochzeit.

Quelle: hui

Eine Art Training gab es wohl, wenn man so will, und zwar vor der Heirat. Die gebürtige Ostfriesin Mariechen Buß und viel zu schnell verwitwete Jagst hatte schon eine Tochter, als sie auf dem Geburtstag der Nachbarin in Gadenstedt dem Mann ihres Lebens - Reinert Franke - begegnete. Nach einigen Jahren stellten sich drei weitere Kinder ein, wobei erst die Jüngste nach der Trauung zur Welt kam. „Als unsere gemeinsame älteste Tochter in die Schule kommen sollte, dachten wir, da könnten wir jetzt eigentlich mal heiraten“, sagt Mariechen Franke mit einem verschmitzten Grinsen.

Sie und ihre ersten Schwiegereltern und auch ihr „Neuer“ hatten ein solch inniges Verhältnis, dass der Vater ihres verstorbenen Mannes ihr sogar riet: „Den nimm man, der ist richtig!“ Der gelernte Maurer und später in der Zuckerfabrik Groß Lafferde tätige Mess- und Regeltechniker hatte Mitte der 1950er-Jahre ein Hercules-Moped und war damit der König im Ort. „Ich brauchte mich auf der Suche nach Mädchen nicht auf mein Dorf zu beschränken“, sagt Franke mit einem Augenzwinkern.

Die Fahrt nach Gadenstedt hatte sich gelohnt, Franke gründete mit der Ostfriesin eine Familie und baute zusammen mit seinem Bruder ein großes Haus. Familie wird bei den Frankes immer noch groß geschrieben. So werden auch Freunde der Kinder in den Familienkreis integriert und von „Oma und Opa“ wie die eigenen behandelt. Von dem großen Herzen der Frankes profitierten auch allerlei Findeltiere wie eine Katze, ein Igel und ein verirrtes Lämmchen. Neben dem riesigen Garten zur Selbstversorgung züchten sie auch noch Kaninchen der Sorte Graue Wiener. „Aber schlachten muss sie jemand anders, ich mache das nicht“, sagt Reinert Franke.

Zudem tragen die beiden seit genau zehn Jahren Zeitungen in der Außenlage zwischen Groß Lafferde und Hoheneggelsen aus - zwar nur 13 Exemplare, was aber wegen der Entfernungen der Häuser und Höfe doch 20 bis 30 Minuten in Anspruch nimmt. So bleiben sie jedenfalls gut im Training.

hui

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