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Post von Brandes sorgt für Wirbel in Lahstedt

Ilsede/Lahstedt Post von Brandes sorgt für Wirbel in Lahstedt

Ilsede/Lahstedt. Für mächtig Wirbel hat jetzt ein Brief gesorgt, in dem Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes um Unterstützung für eine Fusion mit Lahstedt wirbt. Das Schreiben ging an Geschäftsleute und Vereinsvorsitzende in Ilsede - einige davon wohnen jedoch in Lahstedt. Und in der Nachbargemeinde kam die Aktion gar nicht gut an.

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Der Brief von Brandes.

„Ich bin erstaunt über dieses Vorgehen, das nicht von einem fairen Umgang miteinander zeugt“, sagt Lahstedts Bürgermeister Klaus Grimm (parteilos). Er sei gestern von einigen Vertretern von Vereinen und Verbänden angesprochen worden, was denn das für ein Brief sei. „Ich kannte den Inhalt zunächst gar nicht, weil diese Aktion in keinster Weise mit uns abgesprochen war. Es gab nicht mal einen Hinweis“, erklärt der Verwaltungs-Chef.

Natürlich müsse die Ilseder Verwaltung in Lahstedt nicht um Erlaubnis fragen - aber gerade bei dem sensiblen Thema „Fusion“ hätte sich Grimm deutlich mehr Fingerspitzengefühl erwartet. „Es muss den Ilsedern doch klar sein, dass so ein Schreiben bei einigen Lahstedtern für Unmut sorgt“, erklärt der Bürgermeister. Er wolle nun die Fraktionsvorsitzenden informieren, gemeinsam solle über eine mögliche Reaktion gesprochen werden.

Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes (SPD) kann den Unmut der Lahstedter über das Schreiben nicht nachvollziehen. „Der Brief richtet sich an Ilseder Vereinsvorsitzende und Geschäftsleute“, erklärt der Verwaltungs-Chef. „Und wenn einige davon in Lahstedt leben, zeigt das doch nur, dass die beiden Gemeinden eng miteinander verbunden sind.“ Er habe die Fusion zwischen Ilsede und Lahstedt noch nicht abgeschrieben und werde weiter dafür kämpfen. Nur so sei die Zukunftsfähigkeit beider Kommunen zu sichern.

In dem der PAZ vorliegenden Brief bezieht sich Brandes übrigens auf eine Erklärung der Fraktionsvorsitzenden im Peiner Kreistag, in der diese eine Fusion zwischen Ilsede und Lahstedt fordern. Pikantes Detail: Die Erklärung war mit den jeweiligen Fraktionen nicht abgesprochen, sondern wurde allein von den Vorsitzenden erarbeitet.

Für „etwas unglücklich“ hält der Lahstedter Kreistagsabgeordnete Michael Baum (SPD) dieses Vorgehen, auch mit dem Inhalt des Papiers kann er sich nicht identifizieren. „Wir wurden aber zeitnah über diese Erklärung informiert, sodass ich damit nicht wirklich ein Problem habe“, sagt Baum. Problematisch sieht er allerdings die Briefaktion von Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes. „Die Erklärung war eigentlich nur für die beiden Bürgermeister als neuerliche Diskussionsgrundlage gedacht“, erklärt der Oberger. Seiner Meinung nach habe Brandes mit der Veröffentlichung einen Vertrauensbruch begangen. „Am Ende wird er mit der Aktion das genaue Gegenteil vom dem erreichen, was er sich eigentlich davon erhofft hat“, ist sich Baum sicher.

mu

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