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Persönliche Note mit Ecken und Kanten

Jazz in Gadenstedt Persönliche Note mit Ecken und Kanten

„Schön, dass wir wieder mal hier bei Jutta sind, wieder zu Hause in Gadenstedt“, freute sich Erwin Kühn über das Engagement bei Jutta Reuting in der Alten Stellmacherei. Am Wochenende spielte er dort zusammen mit Britta Rex (Gesang) und David Milzow.

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Britta Rex, begleitet von Erwin Kühn (links) und David Milzow.

Quelle: Isabell Massel

Lahstedt-Gadenstedt. Als Duo Rex/Kühn sind die Musiker seit Jahren in der Stellmacherei vor allem für anspruchsvollen Jazz bekannt – und beliebt. Mit Milzow kam ein Multi-Blasinstrument-Talent dazu: Er spielte mehrere Saxofone und Querflöte und zeigte, dass die Querflöte auch abseits von Marschmusik bestens eingesetzt werden kann.

Die regelmäßigen Konzerte in Gadenstedt nehmen Kühn an der Gitarre und Rex zum Anlass, neue Stücke einzustudieren. „Wir können ja nicht dasselbe spielen, was wir beim letzten Mal schon gebracht haben“, sagte Rex. Deshalb stöbern sie in ihrer Kiste der Lieblingslieder. „Und dann müssen wir streichen, streichen, streichen, um den Rahmen des Abends nicht zu sprengen“, beschrieb die Sängerin.

An diesem Abend zeigten sie, wo ihre Kernkompetenzen sind, nämlich bei der Interpretation und Improvisation von Jazz, beschränkten sich aber nicht auf diese Stilart und spielten Salsa-Rhythmen sowie Popsongs. Aus dem Bereich Jazz präsentierten sie Standards wie „You are the sunshine of my life“ von Stevie Wonder und Stücke für Liebhaber. Dem Trio gelang es, jedem Stück eine persönliche Note zu geben. Das war kein reines Nachgesinge der Originale, die das Publikum im Ohr hat, sondern eine eigene Interpretation der Musik – auch mit Ecken und Kanten. Ein anderes Stück von Wonder widmete Rex ihrer Mutter: „Don’t you worry ‘bout a thing“ oder „Mach Dir keine Sorgen, Mama“, wie die Musikerin etwas frei übersetzte.

Jeder Versuch, mit dem Verstand zu ergründen, wie die Musik des Trios so gut sein kann, musste scheitern. Wer das versuchte, dem blieb nur fassungsloses Staunen und Kopfschütteln. Zu diesem Abend konnte es nur einen Zugang geben: Genuss. Denn die Töne gruben sich bei den Zuhörern tief ein und rührten an einen Grund, der ein anderer ist als der, zu dem der Verstand Zugang hat: das Herz.

Wiebke Schwarze

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