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Pastor seit 30 Jahren: Burkhard Kindler feierte sein Dienstjubiläum in Groß Lafferde

Lahstedt / Gr.Lafferde Pastor seit 30 Jahren: Burkhard Kindler feierte sein Dienstjubiläum in Groß Lafferde

Groß Lafferde. Es ist der Stoff, aus dem die Fernseh-Familienserien sind: junger, alleinerziehender Pastor mit kleinem Sohn findet nach Ehescheidung und 17 Absagen endlich eine neue Pfarrstelle, wird heimisch und lebt in einem Pfarrhaus mit „gläsernen Mauern“.

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Bernwardskirche in Groß Lafferde: Hier ist Pastor Burkhard Kindler seit 30 Jahren im „Einsatz“.

Quelle: sip

Was wie ein Serienplot klingt, wurde in der evangelischen Kirchengemeinde Groß Lafferde Wirklichkeit. Hauptdarsteller: Pastor Burkhard Kindler nebst Filius. 30 Jahre ist dieser Tag nun her. Am Sonntag feierte der Geistliche den Beginn seines Wirkens im Dorf in der vollbesetzten St. Bernward-Kirche.

Und die dörfliche Wirklichkeit stellt sich dar, wie ein Staffel-Finale im Fernsehen: Pastor und Groß Lafferde sind zusammengewachsen, der Pastor fand „durch Hilfe des Allerhöchsten“ wie er seinen himmlischen Dienstherrn zu nennen pflegt, eine „wunderbare Frau“, mit der er im vergangenen Jahr Silberhochzeit feierte, die Pastoren-Kinder sind auf dem allerbesten Wege, die Erziehung im Pfarrhaus mit elterlichem Stolz zu krönen und der Familienhund hört auf den Namen „Luther“.

Bis es allerdings soweit war, hatte der „Allerhöchste“, einige Kurven in den Lebensweg seines Dieners eingebaut. Wie der irdische Arbeitgeber mit Kindlers gescheiterter erster Ehe umging, hängt dem Pastor noch heute nach und dass er für „eine gewisse Zeit das Zölibat gar nicht schlecht“ fand.

„Aber ich habe gelernt, die Arbeit auf der Kanzel von der ‚Organisation Landeskirche’ zu trennen“, erklärt er.

Trotzdem habe er nie aufgegeben, als „Prediger des Evangeliums“ zu wirken, sich der „Sache“ immer neu zu stellen - gerne und oft auch außerhalb der Kirchenmauern.

Wegen „der heute verbreiteten Art, anders zu glauben“ habe er neue Zugänge zu den Menschen finden wollen. Sein Projekt „Kirche unterwegs“ sei beispielsweise so ein Anliegen, Gottesdienste auch in Schützenheimen, auf der Wiese oder in einer alten Scheune zu feiern.

Allerdings bedrücke es ihn, wenn er merke, lediglich als kirchlicher Service-Dienstleister für Familienfeiern wie Taufen oder Hochzeiten zu fungieren. Gerade bei letzterem Anlass käme er sich oft wie ein „Zeremonienmeister“ vor, müsse den Sinn einer kirchlichen Trauung erklären und zu ausgefallene Wünsche an die Liturgie stoppen.

Stoppen will er sein Engagement als „Prediger des Evangeliums“ in Groß Lafferde frühestens am 1. September 2018 - es sei denn „der Allerhöchste“ hat andere Pläne.

uj

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