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„Nur das nackte Leben konnten wir retten“

Groß Lafferde „Nur das nackte Leben konnten wir retten“

Von den Habseligkeiten und Erinnerungen aus mehr als 30 Jahren ist fast nur Asche geblieben – das ist das traurige Resümee nach dem Brand an der Groß Lafferder Marktstraße. Der Schock bei den Bewohnern sitzt noch tief am Tag danach.

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Hab und Gut zerstört: Am Tag nach dem Feuer zeigen sich die Folgen des Lafferder Großbrandes in der Marktstraße.

Quelle: rb

Lahstedt-Groß Lafferde. Der beißende Geruch von verkohltem Holz liegt noch in der Luft, doch von dem hektischem Einsatz am Vorabend ist nichts mehr zu spüren. Unübersehbar zeugt noch das ausgebrannte 200 Jahre alte Fachwerkhaus von dem Brand-Unglück.

Davor steht eine Bewohnerin des Hauses, die gemeinsam mit Tochter, Schwiegersohn und Großkindern in dem Haus lebte – sie wirkt immer noch schwer geschockt. „Wir saßen nach dem Mittagessen noch am Tisch, als meine Großtochter herunterstürmte und rief ‚alles brennt!‘ Dann stand auch schon die Polizei vor der Tür“, erinnert sie sich.

Das Feuer hatte sich bereits ausgebreitet. „Nur das nackte Leben und das, was wir auf den Knochen hatten, konnten wir retten – noch nicht mal eine Jacke“, sagt sie und schüttelt den Kopf. „Wir können es immer noch nicht fassen.“

Zunächst sei die Familie bei Verwandten im Ort und in Steinbrück untergekommen, alle seien gesund. Für das Nötigste habe die Versicherung mit Geld ausgeholfen, „denn auch mein Portemonnaie ist verbrannt“, sagt die Groß Lafferderin. Das Haus und der Besitz seien nicht mehr zu retten, der Schaden soll im sechsstelligen Euro-Bereich liegen. „Alle Erinnerungen, alles weg“, sagt sie und schaut auf die Brandruine. „Seit 1972 haben wir hier gewohnt.“

Die Brandursache ist noch unklar. „Die Brandstelle muss erst noch ausgaren“, erklärt Polizeisprecher Stefan Rinke. Vielleicht könne man heute mit den Ermittlungen beginnen.
Ortsbrandmeister Uwe Lungenhausen fügt hinzu: „Die Lehmwände des Fachwerkhauses haben sich mit Wasser vollgesogen, deswegen besteht Einsturzgefahr.“ Von Montagmittag bis in den Abend habe man gelöscht. Die Brandwache habe noch bis knapp 9 Uhr morgens die Stellung gehalten, einzelne Brandnester gelöscht.

Entwarnung gibt es für die Thie-Scheune, die die Feuerwehr gegen die Flammen verteidigte. „Weder am Gebäude noch an den Exponaten unseres Vereins gab es einen Wasserschaden“, sagt Günther Buller vom Vorstand des Heimat- und Kulturvereins.

Simon Polreich

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