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Noch kein Frieden im Streit ums Ehrenmal

Gadenstedt Noch kein Frieden im Streit ums Ehrenmal

Eine lange Diskussion, keine Einigkeit, dafür aber eine Überraschung gab es bei der Gemeindeversammlung in der Gadenstedter St.-Andreas-Kirche. 114 Kirchenmitglieder haben über die Umsetzung des Ehrenmals abgestimmt – doch eine klare Empfehlung gab es nicht. Nun liegt die Entscheidung wieder beim Ortsrat.

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Langer Abend ohne befriedigendes Ende: Die Gemeindeversammlung mit Kirchenvorstand in der St.-Andreas-Kirche.

Quelle: im

Lahstedt-Gadenstedt . Am Anfang stand eine Überraschung: Zwei Vorschläge stellte Bodo Herbst den 114 stimmberechtigten Gemeindemitgliedern der Gadenstedter St.-Andreas-Kirche vor. Diese sollten bei der Versammlung entscheiden, ob sie das Ehrenmal auf dem Kirchengrund umsetzen lassen wollen oder nicht. Platz für eine Kinderkrippe muss her.

Bodo Herbst, ein Bürger, der gegen den Beschluss der SPD-Mehrheit im Ortsrat und für die Umsetzung des Ehrenmals auf den Bäckerthie bereits Unterschriften gesammelt hatte, erklärte den Zuhörern die aktuellsten Entwicklungen: Am Montag habe man sich mit Ortsbürgermeister Jürgen Heuer (SPD) auf folgende zwei Varianten geeinigt:

Man lässt ein neues, etwa mannshohes Mal aus einem Findling fertigen und stellt es auf dem Bäckerthie auf. Auf ihm werden in allgemeiner Form die Gefallenen, Kriegsopfern und Vertriebenen der Weltkriege und der aktuellen Kriege geehrt. „Das könnte unter Einsatz von Eigenleistungen etwa 10000 bis 12000 Euro kosten“, schätzt Herbst. Die alten Steine werden entfernt, aber zuvor abfotografiert und die Bilder im Rathaus und in der Heimatstube aufgehängt. Außerdem sollen die Namensplatten der Steine auf dem Friedhof neben den Soldatengräbern aufbewahrt werden.

Die zweite Variante sieht vor, dass aus sechs Steinen bestehende Ehrenmal auf dem Kirchengrundstück in Richtung der Straße Am Thie umzusetzen. Der Architekt Rolf Keunecke hat dafür Gesamtkosten von etwa 22000 Euro veranschlagt. Bodo Herbst gab zu bedenken: „Niemand weiß, ob die Steine nicht zerbrechen, wenn wir sie umheben. Mit dem neuen Stein auf dem Bäckerthie hätten wir für die nächsten 30 Jahre Ruhe.“

Die anschließende Diskussion der Gemeindemitglieder zeigte kein einheitliches Stimmungsbild und auch die Abstimmung ergab nur eine knappe Mehrheit für den Vorschlag, dem Ortsrat die Umsetzung auf dem Kirchengrund zu erlauben. Nach Aussage von Pastor Norbert Paul, werde sich der Kirchenvorstand dieser Empfehlung anschließen. „Somit ist der Standort Bäckerthie jedoch nicht abgelehnt“, erklärte Paul. Die endgültige Entscheidung liegt nun wieder beim Ortsrat.

Am Ende der Versammlung stand der Apell von Bodo Herbst, beim Martini-Essen am Freitag auf den Ortsrat einzuwirken und zur Ortsratssitzung am 1. Dezember zu kommen – dort soll entschieden werden.

sip

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