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Musikalisches Kabarett mal anders mit Christoph Reuter

Gadenstedt Musikalisches Kabarett mal anders mit Christoph Reuter

Gadenstedt. Nichts geht über gute Referenzen: Pianist im Tross von Sängerin Cristin Claas und seit acht Jahren auf der Bühne an der Seite des Humoristen Eckart von Hirschhausen. Diesmal hatte sich Musikkabarettist Christoph Reuter allein nach Gadenstedt getraut vor das verwöhnte Publikum in der erneut ausverkauften Alten Stellmacherei.

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Alte Stellmacherei: Christoph Reuter bot seinen Gästen einen unterhaltsamen Abend mit Musik und Kurzweil‘.

Quelle: im

„Alle sind musikalisch! (außer manche)“ heißt sein Programm, das er zwar als Musikkabarett ankündigt, das sich aber eher entpuppt als humorvoll-kurzweilige Doppelstunde zum Thema „Was Sie schon immer über Musik wissen wollten, aber sich nie zu fragen trauten“.

Obwohl: Die Fragen stellt der Musiker. Etwa die nach einer fünfstelligen Telefonnummer aus Gadenstedt. Er musste sich ortsbedingt mit vier Ziffern begnügen, die er schematisch einordnete und daraus eine hübsche Melodie improvisierte.

So einfach geht Musik?! Klar, denn laut Reuter höre jeder Mensch in Gadenstedt und Umgebung innerhalb von zehn Jahren mehr davon als Komponisten-Götter wie Bach, Beethoven oder Mozart in ihrem ganzen Leben. Alles, was das Gehirn an Musik gehört habe, speichere es unter „Wiedererkennung“ ab. Beispiel: Milka- oder Telekom-Werbung.

Was Reuter verschwieg, war die Erkenntnis, dass sich nahestehende Menschen im Laufe der Zeit erstaunlich ähnlich würden. Tatsächlich: Reuter entspricht seinem Hirschhausen wie ein jüngerer Bruder in Stimme, Humor, Duktus.

Aber das Publikum liebte genau den Plauderton dieses eloquenten Schwiegermutter-Traums, der Weisheiten aus der Musikpsychologie und entzückende sprachliche Finessen à la Hirschhausen als Aha-Erlebnisse platzen ließ. Der Clou: Zum Abschied überreichte er dem Publikum die für Popsongs übliche „C-Kralle“ als Schablone für daheim. Davor hatte er im Herzschlag-Rhythmus ein ganzes Familienleben abgespult, „Alle meine Entchen“ improvisiert, klanglich asiatisch süßsauer und arabisch „gedönert“.

Aber Reuter spielte auch „richtig“ - ein bisschen Nat King Cole, ein Häppchen Billy Joel und über einer Scheibe Duke Ellington verlief ein Hauch Debussy. Nur: Von Kabarett zwar keine Spur, aber das machte überhaupt nichts. Das Publikum war verzückt.

uj

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