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Mühlenhistorie ist Thema am Groß Lafferder Wasserturm

Lahstedt Mühlenhistorie ist Thema am Groß Lafferder Wasserturm

Groß Lafferde. Am Pfingstmontag, dem traditionellen Mühlentag, findet in Groß Lafferde am Wasserturm um 17 Uhr eine Ausstellung und ein Vortrag zum Thema Mühlengeschichte und Mühlenenergie statt.

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Historie, die nur noch auf Bildern zu sehen ist: Groß Lafferde mit der Mühle Lampe.

Quelle: privat

Dazu lädt Ines Preikschas-Braun vom Heimat- und Kulturverein Groß Lafferde ein. Der Wasserturm ist geöffnet von 16.30 Uhr bis 19 Uhr.

„Die Mühlen der Vergangenheit sind nur noch in Bildern zu sehen, doch ihre Geschichte prägte die Landschaft“, erzählt Preikschas-Braun. In und rund um Groß Lafferde standen viele Wind- und Wassermühlen, die Getreide zu Mehl sowie Schrot und die Söhlder Kreide zu Dünger, Apothekenbedarf und Schulkreide vermahlten. „Söhlde war mit seinen bis zu 19 Windmühlen das Dorf mit den meisten Mühlen in Norddeutschland“, so Preikschas-Braun.

In der Burg Steinbrück habe zudem neben den Wassermühlen eine Pulvermühle zur Herstellung von Kanonenkugeln existiert, erzählt die Heimatforscherin. Sie fasst zusammen: „Von den ersten Wassermühlen, die entlang der Fuhse standen, bis zur letzten Motormühle waren die Mühlen ein wichtiger Bestandteil des Dorflebens.“

Auch die Energiequellen, die die Mühlen nutzten, wandelten sich stark. So sei die vor 350 Jahren beschriebene Ölmühle in Groß Lafferde sicherlich mit einem Tiergöpel oder mit der Hand betrieben worden - also per Tier- oder Menschenkraft. Die Wassermühlen nutzten die Wasserkraft, die Windmühlen die Windkraft. Später ging es über die Dampfkraft hin zum elektrischen Strom. „Jetzt sieht man in der Landschaft die vielen Windkraftanlagen, die Windräder“, so die Groß Lafferderin.

Das erste Elektrizitätswerk in Groß Lafferde wurde privat vom Mühlenbesitzer Wilhelm Lampe (1869 bis 1919) finanziert und gebaut, erinnert Preikschas-Braun. „Es kostete 100000 Goldmark!“ Außer der sogenannten Lokomobile gehörten zu diesem Werk ein 100-PS-Dieselmotor sowie ein 50-PS-Sauggasmotor. Es belieferte das Dorf mit Strom von 1910 bis 1922. „Der Strom für den Wasserturm kam also 1914 bis 1922 von der Mühle Lampe, dann von der Ilseder Hütte und anschließend von der Hastra.“

sip

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