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Mit Tochter Nele im Herzen: FaHaarradtour war erfolgreich

Oberg Mit Tochter Nele im Herzen: FaHaarradtour war erfolgreich

Oberg. Etwas erschöpft, aber sehr glücklich sieht Markus Müller aus. Der Oberger hat gerade seine zweite FaHaarradtour beendet - eine Fahrt per Drahtesel von Oberg nach Berlin. Mit dabei war Tochter Nele (8) - zumindest im Herzen, auf Plakaten und in Info-Broschüren. Nele ist am Kreisrunden Haarausfall erkrankt. Und auf diese Krankheit wollte Markus Müller aufmerksam machen.

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Markus Müller auf Tour: Abschied von Tochter Nele an der Oberger Grundschule.

Quelle: im

„Die Tour war anstrengend, aber sehr erfolgreich“, erklärt der Familienvater. Insgesamt 265 Kilometer hat er zurückgelegt, um in den Fußgängerzonen von Städten wie Braunschweig, Magdeburg, Brandenburg und Potsdam über die Krankheit zu informieren. Sein Ziel war es dabei, nicht nur aufzuklären, sondern auch Betroffene zu finden, die bei der weltweit größten Studie der Uniklinik Bonn mitmachen. Von den etwa einer Million Betroffenen liegen nur vergleichsweise wenige Blutproben vor, die nötig sind, um die Forschungsarbeiten besser und gezielter voranzutreiben. Geografisches Ziel der Tour war die Charité in Berlin, wo er sich für die weitere Forschung einsetzte.

„Wir haben die 2000er-Grenze geknackt, liegen bei etwa 2500 Menschen, die für die Forschung Blutproben abgegeben haben“, sagt der Oberger strahlend. Und medizinische Neuigkeiten hat er ebenfalls mitgebracht: „Wir wissen jetzt, dass ein Gendefekt für den Kreisrunden Haarausfall, im Fachterminus Alopecia Areata, ursächlich ist.“ Das sei auf der einen Seite negativ, weil man an Genen wenig „herumdoktern“ könne - „andererseits eine gute Nachricht“, so Müller. „Man kann jetzt forschen, welche Botenstoffe gesendet werden müssen, um den Defekt auszugleichen.“

Mit dabei war während der letzten beiden FaHaarradtour-Tagen auch Ehefrau Claudia. Ihr Resümee: „Werbung und Aufklärung des Kreisrunden Haarausfalls war und ist zwingend notwendig! Hoffentlich knüpft jemand an die Aktion an oder bringt neue Ideen ein.“

Markus Müller erklärt: „Es wird keine dritte FaHaarradtour geben.“ Er habe auf der Fahrt gemerkt, dass sich viele Betroffene jetzt mehr zutrauen - auch weil seine Tochter so selbstbewusst mit der Krankheit umgeht, anderen damit Mut gemacht hat. Ausführlich wurde über die kleine Nele und die FaHaarradtour etwa in der Mitgliederzeitung des Vereins Alopecia Areata Deutschland berichtet. „Jetzt sind andere Betroffene am Zug“, appelliert er.

Ein besonderer Dank gilt aber den vielen Helfern - und besonders der Abschlussklasse der Grundschule Ilsede, die knapp 800 Euro von ihrer Abschlussfeier an den Verein spendete. „Wir haben so viel erreicht - ohne die vielen Unterstützer im Peiner Land wäre das nicht möglich gewesen.“

sip

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