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Millionen teure Klärwerk-Zentralisierung: Forderungen nach weiterem Gutachten

Lahstedt Millionen teure Klärwerk-Zentralisierung: Forderungen nach weiterem Gutachten

Lahstedt. Weiterhin spannend bleibt es um das Abwasserkonzept der Gemeinde Lahstedt. Nachdem sich bereits eine Zentralisierung auf die Kläranlagen in Gadenstedt und Groß Lafferde angedeutet hat - inklusive einer Schließung der Anlagen in Adenstedt und Münstedt - machen sich nun Zweifel breit, ob es sich dabei wirklich um die kostengünstigste Variante handelt.

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Münstedts Kläranlage: Sie - genau wie das Adenstedter Werk - würde bei einer Zentralisierung geschlossen.

Quelle: rb

Rückblick: Ein Gutachter hatte die Zukunft des Lahstedter Abwassers in drei Varianten durchgerechnet und war zu dem Ergebnis gekommen, dass die Zentralisierung mit 10,27 Millionen Euro die günstigste wäre - vor dem Erhalt aller Anlagen mit 13,5 Millionen Euro oder dem Anschluss an Peine mit 22,13 Millionen Euro Kosten. Die Varianten standen nun beim Bauausschuss Lahstedt zur Debatte, ein entsprechender Vorschlag, der die günstigste Variante vorantreibt, lag dem Ausschuss bereits zur Abstimmung vor.

Inzwischen hat sich aber ein Adenstedter Bürger die Mühe gemacht, das Gutachten kritisch gegenzurechnen. Die dabei entstandenen Zweifel an der günstigsten Variante stießen bei Teilen der Lahstedter Politik auf offene Ohren - etwa beim Ausschuss-Vorsitzenden Jürgen Heuer (SPD). „Für mich sind seine Aussagen Grund genug, das Gutachten zu hinterfragen“, sagt Heuer auf PAZ-Anfrage. Auch der Adenstedter Ortsrat unterstütze eine neuerliche Überprüfung, betont Adenstedts Ortsbürgermeister Jürgen Schoke (IGA), der die kritische Rechnung des Adenstedters ebenfalls kennt. „Wir finden es darüberhinaus schade, dass der Ortsrat nie von der Gemeinde bei dem Thema ins Boot geholt wurde“, kritisiert Schoke. Schließlich gehe es auch um die Adenstedter Kläranlage.

Angedacht sei nun, die Varianten „erneut fachlich und unabhängig zu prüfen“, so Heuer. Das soll im heute tagenden Verwaltungsausschuss der Gemeinde vorgeschlagen werden. „Uns ist wichtig, dass wir mit fundierten Zahlen beschließen“, betont der Gadenstedter Heuer. „So ein neuerliches Gutachten kostet im Vergleich zum Unterschied von mehreren Millionen zwischen den Abwasser-Varianten, relativ wenig und würde sich auch für den Gebührenzahler lohnen.“

Der Bauausschuss hat deshalb in seiner jüngsten Sitzung zwar empfohlen, das „Konzept des Aufbaus der zentralen Kläranlage nachhaltig voranzutreiben“.Die Formulierung „und umzusetzen“ wurde allerdings vorsichtshalber gestrichen. Letztlich über Varianten oder Gutachten entscheiden wird der Gemeinderat - voraussichtlich in seiner Sitzung im Dezember.

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