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Lokaltermin für Pferdekopfgeige

Mongolisches Kulturgut in Gadenstedt Lokaltermin für Pferdekopfgeige

Als Lokaltermin gestaltete Lehrerin Christa Orthwein den Unterricht für die zweite Klasse der Grundschule Gadenstedt. Vor dem Auftritt der Ethno-Band „Seeda“ versammelten sich die Jungen und Mädchen in der St.-Andreaskirche, um sich über die Instrumente mongolischer und persischer Musiker zu informieren.

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Eine Welt für sich: Die Musiker der persisch-mongolischen Gruppe „Sedaa“ erklärten ihre exotischen Instrumente.

Quelle: im

Gadenstedt. Dass eine Pferdekopf-Geige nicht etwa aus einem Pferdekopf hergestellt wird, war zwar den meisten Pennälern schon vor dem Besuch klar. Warum aber gerade ein Pferdekopf das Instrument mit den gerade mal zwei Saiten ziert, erklärte Bassgeiger Naraa Naranbaatar: „Wir sind ein Reitervolk, und das Pferd bedeutet uns alles“. In der Mongolei lerne ein Kind spätestens ab dem dritten Lebensjahr die Welt vom Pferderücken aus kennen.

Mit einem aufkommenden Gerücht, die zwei Saiten der Pferdekopf-Geige seien viel einfacher zu bespielen als die doppelte Anzahl ihrer abendländischen Schwester räumte Geiger Nasaa Nasanjargal auf: „Wir verwenden eine ganz andere Grifftechnik“, erklärte er und spielte schnell mal die Tonleiter rauf und runter, wobei seine Finger die Seiten mal oberhalb und mal von unten abgreifen. Seit dem elften Lebensjahr musizieren die Männer und studierten später Musik.

Immerhin 120 Saiten hat dagegen Ganzorig Davaakhuu auf seinem mongolischen Hackbrett zu beherrschen. „Das Hackbrett ist der Vorgänger des Klaviers“, erklärt Omid Bahadori aus Persien, der in der Gruppe für das Schlagzeug zuständig ist. Vor sechs Jahren habe man sich auf einem Musik-Festival kennengelernt und trete seitdem gemeinsam als Gruppe „Seeda“ auf, was im Persischen übrigens „Stimme“ heiße.

Geradezu fasziniert sind die Kinder allerdings vom gleichzeitigen Ober- und Unterton-Gesang der Musiker, den Bahadori kindgerecht und humorvoll zu erklären in der Lage ist. Seine Frage, ob auch sie selbst singen könnten, beantwortet die Klasse spontan mit dem Vortrag des Liedes „Klasse, wir singen“, der diesjährigen landesweiten niedersächsischen Schul-Gesangsaktion. Ein Lokaltermin unter Kollegen.

uj

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