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Lahstedter kritisieren Rede des Landrats beim Königsfrühstück

Lahstedt Lahstedter kritisieren Rede des Landrats beim Königsfrühstück

Lahstedt. Als „demütigend“ empfindet die Gemeinde Lahstedt die Rede von Landrat Franz Einhaus beim Königsfrühstück der Bürger-Jäger in Peine. Dort hatte der Landrat über die Haushalte und die Fusion von Ilsede und Lahstedt gesprochen.

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Auf die Rede bei den Bürger-Jägern beziehen sich die Lahstedter.

„Es klingt, als könnten wir nicht mit Geld umgehen“, sagen Lahstedts Bürgermeister Klaus Grimm, sowie die Fraktionsspitzen Manfred Tinius (SPD) und Rainer Röcken (CDU). Eine Fusion mit Ilsede, wie auch vom Landrat vorgeschlagen, lehnen sie ab: Mit dem Schuldenerlass von 75 Prozent gingen viele Einschränkungen wie Steuererhöhungen oder Einschränkungen der freiwilligen Leistungen einher. „Der Kontrolleur darüber ist der Landkreis, er wird dafür mit einer Hochzeitsprämie von über einer halben Million Euro jährlich belohnt“, so die Politiker. Lahstedt und Ilsede hätten sich für die Erhaltung des Stahlstandortes Peine geopfert, erklären die Lahstedter weiter: „Eine Korporation wie die Walzwerker wäre heute nur eine historische Gruppe. Sie lebt aber noch aktiv, das verdankt sie sicher nicht der Stadt Peine.“

Die Lahstedter werden noch deutlicher: Sie empfinden das Auftreten des Landrates als demütigend und imageschädigend: „Das Bemühen der gewählten Ratsmitglieder, einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen, wird durch die Politik des Kreises konterkariert. Beispiel: Seit 1998 hat Lahstedt steigende Kosten fürs Hüttengelände. Sie liegen zurzeit bei 0,5 Millionen Euro pro Jahr, die Kreisumlage für den Landkreis ist aber in dieser Zeit um 1,2 Millionen pro Jahr gestiegen. Lahstedt muss 1,7 Millionen pro Jahr mehr an Einnahmen aufbringen“, so Grimm, Tinius und Röcken: „Nicht das Hüttengelände erwürgt uns, sondern die Kreisumlage, die mit 58,1 Prozent mit an der Spitze des Landes liegt. Bei Schulden des Kreises von über 60 Millionen Euro ist die Verschuldung pro Einwohner etwa so hoch wie in Lahstedt“, so die Lahstedter. „Der Landrat muss die Frage beantworten, mit welchem Landkreis er zu fusionieren hat, um den Schuldenberg abzubauen, wenn er durch weitere Kreisumlagenerhöhungen die restlichen Gemeinden nicht ebenfalls in die Schuldenfalle führen will.“

sip

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