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Lahstedter auf dem Gipfel des Asche-Vulkans

Lahstedt Lahstedter auf dem Gipfel des Asche-Vulkans

Der Geophysiker Dr. Peter Schmidt bestieg 1985 den Eyjafjalla-Jökull, der vor wenigen Tagen ausgebrochen ist. Naturkatastrophen hat es schon immer gegeben, sagt der Lahstedter – aber die Menschheit wird verwundbarer.

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Schnurgerade führt eine geschotterte Straße auf den Eyjafjalla-Jökull zu, den der Gadenstedter Dr. Peter Schmidt vor 25 Jahren bestieg.

Quelle: Dr. Peter Schmidt

Lahstedt. Dr. Peter Schmidt, Geophysiker aus Lahstedt, hat den Eyjafjalla- Vulkan bereits als 19-Jähriger besucht. Am 11. August 1985 war herrliches Wetter, der mit Gletschern bedeckte Vulkan zeigte sich von seiner friedlichsten Seite. Also stieg Schmidt mit seiner Kamera und nur mit Wanderstiefeln und einem Trainingsanzug bekleidet allein hinauf, um dort die Lava und das Gletschereis zu studieren. Die PAZ berichtete über seine Reise. „Damals war ich vielleicht ein wenig leichtsinnig. Wenn mir da etwas passiert wäre, wer weiß ob ich bis jemals gefunden worden wäre“, sagt er – denn unterwegs begegnete er niemandem. Als er zurückkehrte, war ihm klar: Die Wunde in der Erdkruste war frisch, der Vulkan würde wieder ausbrechen.

25 Jahre später ist das geschehen, und Schmidt erinnert sich an seine Reise. Westlich des Eyjafjalla-Vulkans liegt fruchtbares Weideland, südöstlich erstreckt sich eine schillernde Mondlandschaft bis zur Küste. Diese Gegend zeugt von gewaltigen Aschewolken, die in Island immer wieder vorkommen und diese ausgedehnte, vegetationslose Flächen aus abgelagertem Vulkanstaub bilden.

Der Eyjafjalla liegt dort, wo es meist sehr lang andauernde Spalteneruptionen gibt – denn unter ihm trennt sich die amerikanische Platte von der eurasischen. Schon einmal sorgte ein Ausbruch in Island für einen vulkanischen Winter in ganz Mitteleuropa. Am 8. Juni 1783 begann der Ausbruch der Laki-Krater mit riesigen Lavaströmen und Aschewolken – nur wenige Kilometer östlich des Eyjafjalla-Vulkans. Der Ausbruch dauerte damals acht Monate an. In England und Skandinavien gingen Ascheregen nieder. Während die Eyjafjalla-Wolke praktisch nicht sichtbar ist, legte sich damals der sogenannte „Höhenrauch“ deutlich wahrnehmbar über Europa und Nordamerika.

Monatelang war vielerorts kein Himmelblau mehr zu sehen – darüber gibt es laut Schmidt zahlreiche Berichte. Die nachfolgenden Sommer blieben kurz und kühl, der Winter 1784 war extrem kalt. „Hätte es 1784 bereits Flugzeuge gegeben, wären diese monatelang am Boden geblieben, und das nicht nur über Europa“, sagt Schmidt. „Der wirtschaftliche Schaden wäre enorm gewesen.“

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