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Lahstedt strebt Fusion mit Lengede und Söhlde an

Lahstedt Lahstedt strebt Fusion mit Lengede und Söhlde an

Lahstedt. Paukenschlag aus Lahstedt: Die Südkreisgemeinde spielt offenbar ernsthaft mit dem Gedanken kreisübergreifend mit Lengede und der Hildesheimer Gemeinde Söhlde zusammenzugehen. Das erfuhr die PAZ auf Nachfrage bei Bürgermeister Klaus Grimm.

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Das Rathaus in Lahstedt: Derzeit debattiert die Politik über ein Zusammenschluss mit dem benachbarten Lengede und der Hildesheimer Gemeinde Söhlde.

Quelle: Archiv

Andernorts in Niedersachsen sind kreisübergreifende Fusionen von Kommunen bereits im Gespräch. So denken etwa Wolfsburg, Gifhorn und Helmstedt laut über ein Zusammengehen nach. Ist ein ähnliches Modell auch für Lahstedt vorstellbar? „Ja“, sagt Lahstedts Bürgermeister Klaus Grimm. Man habe sogar schon eine konkrete Vorstellung: „Gespräche mit Lengede und der Hildesheimer Gemeinde Söhlde sind geplant“, so Grimm auf PAZ-Anfrage. Es gebe durchaus interkommunale Ansatzpunkte für ein Zusammengehen der drei Gemeinden, begründet der Bürgermeister die Idee – etwa bei der Planung für Windenergieflächen oder der 380-kV-Leitung seien alle drei betroffen und würden bereits jetzt eng politisch Zusammenarbeiten. „Ein Zusammengehen der Gemeinden würde aber nicht nur deshalb Sinn machen“, findet Grimm.

Auch aus finanzieller Sicht könnte sich eine Fusion mit den beiden benachbarten Kommunen für Lahstedt auszahlen – schließlich fördert das Land Niedersachsen Zusammenschlüsse von Kommunen im sogenannten Zukunftsvertrag mit einem Schuldenerlass von bis zu 75 Prozent. Dieses Angebot hatte Hannover bereits Ilsede und Lahstedt gemacht, zu einer Fusion der beiden Kreisgemeinden sei es aber auch deshalb nicht gekommen, weil aus Lahstedter Sicht – bedingt durch die höheren Kassenkredite in Ilsede – der gemeinsame Schuldenberg trotz Landeshilfe noch zu hoch wäre. „Ein Zusammengehen mit Lengede und Söhlde ist in dieser Hinsicht viel sinnvoller“, so Grimm.

In trockenen Tüchern sei noch nichts – „wir müssen erst die Rahmenbedingungen sondieren und dann mit dem Land Niedersachsen über diese Möglichkeit sprechen“, so Grimm. Dennoch sei es der Gemeinde Lahstedt durchaus ernst. Sollte alles gut gehen, dürfe man ein Zusammengehen aber frühestens im Jahr 2014 erwarten.

- Auch Manfred Tinius, Fraktionsvorsitzender der SPD im Lahstedter Rat hält die Dreierkonstellation für ideal: „Wir haben nie gesagt, dass wir mit niemanden fusionieren wollen. Aber wir wollen eine Fusion auf Augenhöhe – und das halte ich mit Ilsede für nach wie vor nicht machbar.“

Zu Dritt hätte man eine Größenordnung von 30000 Einwohnern erreicht, bei der nicht nur die Landeszuweisungen steigen würden, sondern die Ballung von Aufgaben mehr Einsparungen mit sich bringen würde, findet er. „Eine Zusammenarbeit bei Kläranlagen oder Schulzentren ist denkbar.“ Parallel zu den Fusionsbemühungen mit Lengede und Söhlde wolle man die Eigenentschuldung vorantreiben – eine Aussicht auf eine schwarze Null im Haushalt könnte den Verhandlungen nur nutzen, so der Sozialdemokrat.

sip

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