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Klopapier und Pepperoni-Kelche

Gadenstedter Bolzberg Klopapier und Pepperoni-Kelche

Vom Eise befreit sind Feld und Natur. Gute Gelegenheit mal zu schauen, welche mutigen Pflanzen sich schon aus dem Waldboden recken. Waldpädagoge Alwin Fricke führte durch den Gadenstedter Bolzberg.

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Den Frühblühern auf der Spur: Ulrike Vollhardt und Alvin Fricke erklären die Natur.

Quelle: Ralf Büchler

Lahstedt-Gadenstedt. „Wenn sich die Hummel brummend auf den Weg macht wird es auch für die Frühblüher höchste Zeit: blühen, Hummel anlocken und befruchten lassen, bevor sich das Blätterdach des Waldes über die Krautpflanzen wieder schließt“ erklärt Waldpädagoge Alwin Fricke.

Beidseitig des Weges steht der Hohle Lerchensporn, schön rosa, schön giftig. Oder auch der gefleckte Aronstab: aus seiner Blättermitte ragt ein Pepperoni-förmiger Blütenkelch heraus – auch giftig. „Der gefleckte Aronstab lockt Fliegen mit einer nach Aas riechenden Flüssigkeit an. Die Fliegen krabbeln in den schlauchförmigen Kelch. Haare auf der Blüteninnenseite versperren den Rückweg. Erst wenn die Fliege die Pflanze befruchtet hat, darf sie wieder raus“, sagt Ulrike Vollhardt vom Naturschutzbund Peine.

Jetzt ist die beste Zeit für einen gehaltvollen Brennnesseltee. „Die Nesselpflanzen sind noch zart, gehaltvoll und saftig und enthalten viel Vitamin C. Gesund und astrein bei Verdauungsproblemen“, erklärt Vollhardt. Apropos: Die Blätter der Klette gleich nebenan fühlen sich ganz weich und samtig an. „Des Försters Toilettenpapier – wenn es mal gar nicht anders geht“, kommentiert Fricke und stapft in den Wald zu einem mannshohen Birkenstumpf. „Totholz,“ sagt er, „vollständig vom Pilz vermodert.“

Überall sind handtellergroße Krater im Holz: „Das ist der Specht. 60 Prozent aller Käfer gedeihen in Moder- oder Totholz. Der Specht lauscht auf deren Gekrabbel und hackt los.“ Deshalb sei Totholz für einen gesunden Wald auch so wichtig. „Muss man sich vorstellen: In einer Handvoll Waldboden befinden sich mehr Lebewesen als es Menschen auf der Erde gibt“ sagt Fricke.

Wieso sind Frühblüher eigentliche fast immer giftig? „Fraßschutz!“ sagt Fricke.

• Die nächste Wanderung findet am 24. April statt. Im Tadensen Holz um 14 Uhr. Thema: „Bärlauch und seine Kumpels.“

Björn Wulfes

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