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Jens Brandes Beauftragter für Asylbewerber

Lahstedt Jens Brandes Beauftragter für Asylbewerber

Groß Lafferde. Sie kommen aus Russland, Irak, Iran, Syrien und Indien: 54 Menschen, die trotz unterschiedlicher Nationalität eines eint - sie alle sind aus ihrer Heimat geflohen.

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Der neue Beauftragte für Asylbewerber Jens Brandes (Mitte) mit (v.l.) Heike Bialek (Fachdienst Soziales), Kreisrat Dr. Detlef Buhmann, Heimleiter Bruno Siebert und René Maynicke (Human Care).

Quelle: mir

Seit Montag steht ihnen ein Ansprechpartner zur Seite, der sie unterstützen will: Jens Brandes ist Beauftragter für Asylbewerber im Heim in Groß Lafferde.

Der 46-jährige Schmedenstedter hat sich viel vorgenommen: Nicht nur die Begleitung bei Behördengängen oder Arztbesuchen, sondern auch das Thema Freizeitbeschäftigung. „Ich möchte Kontakte zu Vereinen knüpfen, damit die Bewohner auch mal Fußball spielen können“, erklärt Brandes, der seit 2006 sozialarbeiterisch tätig ist und unter anderem im Team des Migrationsdienstes des Caritasverbandes Peine tätig war.

Auch René Maynicke, Landesbeauftragter der Firma Human Care, die im Auftrag des Landkreises das Heim betreibt, betont, wie wichtig die Freizeitgestaltung ist: „Es ist sinnvoll, Strukturen in den Alltag zu bringen. So lange die Asylbewerber nicht arbeiten dürfen, ist es schwierig für sie in die Gemeinde hineinzukommen.“

Bisher hatte Heimleiter Bruno Siebert die Flüchtlinge betreut - „es zeigt sich aber deutlich, dass wir am Rande unserer Möglichkeiten angekommen sind“, so Maynicke. Angesichts der unterschiedlichen Kulturen, Ethnien und Religionen der Heimbewohner sei eine Begleitung durch einen Sozialarbeiter sinnvoll, erklärt Dr. Detlef Buhmann, Kreisrat für Soziales.

Gestern hat Jens Brandes seine 20-Stunden-Stelle angetreten. Er hat unter anderem Pädagogik studiert, lebte 15 Jahre in Frankreich, ist verheiratet, hat drei Kinder. „Integrationsarbeit ist Bildungsarbeit“, sagt er und hat sich vorgenommen, „professionelle Distanz“ zu wahren, auch wenn ihm Schicksale zu schaffen machen. Auch den Runden Tisch in Groß Lafferde wird er besuchen, an dem Vertreter von Wohlfahrtsverbänden und Kirchen sowie Bürger teilnehmen, die sich um die Asylbewerber kümmern.

Die Kosten für den Betrieb des Heims, etwa 200 000 Euro pro Jahr, trägt der Landkreis Peine. „Das Land zahlt pauschal für die Asylbewerber, aber das ist nicht auskömmlich“, klagt Kreisrat Buhmann. Auch die Gemeinde Lahstedt ist als Eigentümerin des Gebäudes beteiligt, demnächst sollen dort Sanierungsarbeiten beginnen.

  • Kontakt: 05174/8418 .

mir

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