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Heizöl-Unglück: Tank ist wohl geplatzt

Adenstedt Heizöl-Unglück: Tank ist wohl geplatzt

Adenstedt. Die Ursache für das Auslaufen von 1500 Litern Kraftstoff aus einem Heizöl-Tank in Adenstedt am Montagabend (PAZ berichtete) steht nun wohl fest. Wahrscheinlich wegen Materialermüdung sei der Tank geplatzt, sagt Nicole Klußmann, kommissarischer Vorstand des gemeindeeigenen Lahstedter Abwasserbetriebs. Zusammen mit Experten vom Landkreis Peine war sie in der Unglücksnacht und gestern vor Ort, um den Kampf gegen die Verunreinigung zu begleiten.

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Die Feuerwehr beim Einsatz.

Quelle: pif

„1500 Liter sind zwar schon eine Hausnummer, wir sind aber optimistisch, dass die Sache noch glimpflich ausgeht“, sagt Klußmann. Abwassertechnisch sei aus ihrer Sicht alles soweit okay, was auch auf die Handlungsschnelle am Montagabend zurückzuführen sei. Gleich nach Bekanntwerden des Unfalls habe man die Pumpstation abgestellt, die Kläranlage mit einem Schieber quasi verschlossen, das Abwasser abgepumpt und die Leitungen gespült. Das in der Kläranlage angekommene Wasser habe deshalb nur einen ganz dünnen, unproblematischen Ölfilm aufgewiesen.

Aufwendiger scheint da die Reinigung der vom Öl verunreinigten Straßenflächen in Adenstedt. Noch am Dienstagmittag erklärte die Untere Wasserbehörde des Landkreises Peine auf PAZ-Anfrage, dass die betroffenen Flächen zwar noch in der Nacht von einer Spezialfirma gereinigt wurden, ein Teil des Heizöls jedoch in die Straßenfugen und teilweise auch in den Untergrund eingedrungen sei. Welche Aktivitäten ergriffen werden müssten, um den Untergrund zu reinigen, stehe derzeit noch nicht fest.

Am Abend gab Nicole Klußmann vom Lahstedter Abwasserbetrieb dann jedoch teilweise Entwarnung. Ein kleines Teilstück müsse wohl ausgebaggert werden, das meiste Öl sei jedoch in den Keller des Unglückshauses gelaufen und hätte abgepumpt werden können.

Die genaue Schadenssumme steht noch nicht fest - ob der Einsatz der Feuerwehr und der Spezialfirmen von der Hausratsversicherung des Hausbesitzers bezahlt wird, ist ebenfalls noch unklar. Die Verträge seien sehr detailliert gefasst und müssten je nach Einzelfall begutachtet werden, sagte ein Versicherungs-Experte der PAZ.

mu

 

Das Heizöl-Unglück in Adenstedt

Die Nachbarn haben noch ein krachendes Geräusch gehört – und dann lief das Heizöl auch schon auf die Straße: Gegen 20 Uhr wurden die Ortswehren aus Adenstedt, Gadenstedt und Groß Lafferde am Montagabend alarmiert, weil aus einem Heizöl-Tank in Adenstedt etwa 1500?Liter Kraftstoff ausgelaufen waren. Ein Teil des Öls gelangte in die Kanalisation, ein anderer Teil floss quer durch das Gebäude auf den Hof des Grundstücks oder in den Keller. Die Kameraden der Feuerwehr hatten vorsichtshalber mehrere Wasserversorgungsleitungen ausgelegt, da das Heizöl durch einen einzigen Funken leicht hätte Feuer fangen können. Zwei Spezialfirmen begannen dann damit, das Heizöl zu binden während die Wehrleute mit Sandbarrieren die Kanalisation vor weiterer Verschmutzung durch den Treibstoff schützten. Gegen 0.45 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehren dann schließlich beendet.

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