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Heimatlose Hallenrocker

Oberg Heimatlose Hallenrocker

Sie geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge in den Ruhestand, die Wirtin Hannelore Schröder des Gasthofs Schröder in Oberg. Den Oberger Hallenrockern hingegen ist nur zum Heulen zumute. Sie verlieren ihre Vereinskneipe. Ein Nachruf.

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Abschied mit Tränen: Die Hallenrocker beim letzten Besuch in ihrer Stammkneipe. Im Hintergrund ist die Wirtin zu sehen, die im Alter von 68 Jahren das Gasthaus dicht macht.

Quelle: cb

Lahstedt-Oberg. Hier haben sie zusammen gelacht, geweint und so manches Bier getrunken. Alles vorbei. Wenn zum Jahresende der Gasthof Schröder an der Glückaufstraße 3 in Oberg dicht macht, werden die Oberger Hallenrocker heimatlos. Seit der Eröffnung der Kneipe im Juni 1980 war die Gruppe ehemaliger Fußballer von Fortuna Oberg mittendrin statt nur dabei. Der Gasthof wurde Stammlokal.

Doch nun macht Betreiberin Hannelore Schröder die Kneipe zu. „Es geht einfach nicht mehr“, sagt die 68-Jährige. 1979 hatte sie den Gasthof zusammen mit ihrem Mann Alexander aufgebaut, ein Jahr später eröffnet. „Er war ein Wirt mit Leib und Seele“, erklärt die Obergerin. Doch 1988 starb ihr Mann und sie musste die Wirtschaft allein führen. „Dabei lag mir das gar nicht so, war doch die Küche mein Reich.“

Die Gäste blieben aus

Doch zusammen mit Sohn Stefan machte sie weiter. Aber die Zeiten änderten sich – Gäste blieben aus und auch die Kegelbahn wurde nur noch selten genutzt. „Es ist einfach nicht mehr wie früher“, sagt die 68-Jährige. Auf ganz besonders treue Kunden allerdings konnte die Obergerin 30 Jahre lang bauen: Die Hallenrocker waren immer da.

Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die Gruppe ehemaliger Fußballer anlässlich ihrer Weihnachtsfeier Abschied von ihrer zweiten Heimat genommen haben. „Ein bisschen Wehmut bleibt schon zurück“, sagt Erhard Schneider, der Trainer und Motor der „Alte-Herren-Truppe“. Viele Erinnerungen wurden nochmals ausgetauscht.

So gedachten die Hallenrocker auch des verstorbenen Wirts. „Alexander Schröder war im Schiedsrichterwesen im Kreis Peine kein Unbekannter“, erzählt Schneider. „Zudem führte er lange Jahre das Oberger Sportheim und war auch als Förderer bei Fortuna Oberg sehr aktiv.“

Er war lang, dieser letzte Abend in „ihrer“ Stammkneipe. Nun sind die Hallenrocker heimatlos. „Über ein neues Zuhause wurde noch nicht entschieden“, sagt Schneider. Bei Schröders ist jedoch auf jeden Fall Schluss. „Wir werden die Gaststätte zu einer Wohnung umbauen“, erklärt Hannelore Schröder, die sich freut, nun nicht mehr stundenland hinter der Theke zu stehen. Und was wird sie mit ihrer freien Zeit nun anstellen? Verstärkt einem Hobby nachgehen? „Keine Ahnung“, erzählt die 68-Jährige und fügt mit einem Lachen an: „Für ein Hobby hatte ich bisher überhaupt keine Zeit.“

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