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Gruseltour im Lechlumer Holz zuWullenwebers Hinrichtungs-Stätte

Lahstedt Gruseltour im Lechlumer Holz zuWullenwebers Hinrichtungs-Stätte

Groß Lafferde. Hier wurde er vor fast genau 475 Jahren geköpft und gevierteilt: Auf die Spuren von Jürgen Wullenweber, Reformator und Gefangener von Steinbrück, begaben sich jetzt Mitglieder des Lafferder Fördervereins Burg Steinbrück mit Gästen. Sie besuchten Wullenwebers Richtstätte im Lechlumer Holz bei Wolfenbüttel.

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Die Gruseltour-Gruppe an der Richtstätte von Jürgen Wullenweber.

Quelle: privat

Die äußeren Bedingungen hätten nicht passender sein können, als die Vereinsmitglieder mit etwa zehn Gästen die historische „Gruseltour“ starteten. Das Wetter: düster und trüb.

Unter der Führung von Hobbyhistoriker Siegfried Skarupke und Wolfgang Seeling vom Förderverein ging es auf matschigen Pfaden zur herzoglichen Hinrichtungsstätte.

Reformator, Bürgermeister von Lübeck, Kriegstreiber oder Kämpfer für den Erhalt der Hanse - viele Gesichter hatte Jürgen Wullenweber, in alter Schreibweise „Wullenwever“, schon zu Lebzeiten. Weitestgehend gesichert ist, dass Wullenweber vor seiner Hinrichtung in der Burg Steinbrück eingekerkert war, wo er als Wiedertäufer gefoltert wurde und der Legende nach die folgenden Worte in die Wand geritzt haben soll: „Kein Dieb, kein Verräter, kein Wiedertäufer auf Erden - bin ich jemals gewest...“ Diese und weitere Hintergründe erläuterten Seeling und Skarupke den Spurensuchern auf dem Weg zur Hinrichtungsstätte. Dort angekommen, berichtete Seeling auch über die Art der Hinrichtung: Erst geköpft, dann gevierteilt. Ihm und der vielen Unschuldigen, die hier wegen Zauberei und Hexerei verbrannt wurden, gedachten die Besucher. Heidemarie Eggert, Vorsitzende des Vereins, hielt zudem eine kurze Ansprache und trug das Gedicht von Friedrich Schaefer „Jürgen Wullenweber“ vor.

Zu einer besonderen Begegnung kam es dann noch nach dem eigentlichen Gänsehauterlebnis auf dem Rückweg - „Kylian Hoveman von Brassel, Waldläufer in voller Gewandung, hatte den Start verpasst“, erzählt Siegfried Skarupke. „Wir versprachen eine Wiederholung im Frühjahr, bei der Gäste willkommen sind.“

sip

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