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Groß Lafferde und Adenstedt bangen um ihre Grundschulen

Lahstedt Groß Lafferde und Adenstedt bangen um ihre Grundschulen

Lahstedt. Läuft es auf Schulschließungen in der Gemeinde Lahstedt hinaus? Zumindest in den Ausschuss-Sitzungen diese Woche wurde das Thema bereits angeschnitten. Der Grund dafür waren Gespräche über notwendige Investitionen in die Schulgebäude in puncto Brandschutz und Inklusion für die Haushaltsplanung (PAZ berichtete). Zur Debatte stehen in Zukunft vor allem die Schulstandorte in Groß Lafferde und die Adenstedter Außenstelle der Grundschule Gadenstedt.

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Das denkmalgeschützte Grundschulgebäude in Groß Lafferde.

Quelle: Archiv

Oberg ist als Ganztagsschule mit Mensa bereits außen vor. Und die Gadenstedter Schule ist, heißt es hinter vorgehaltener Hand, aufgrund ihres Aufbaus geeigneter für den Inklusions-Umbau. In den Jahren 2017/2018 könnte es zu ersten Konsequenzen in der Lahstedter Schullandschaft kommen.

„Ich appelliere an die Politik, den Mut zu haben, eine Entscheidung zu treffen“, erklärt Lahstedts Bürgermeister Klaus Grimm (parteilos). Die Empfehlung aus der Verwaltung lautet: Zwei Schulstandorte, die als Ganztagsschulen betrieben werden. „Mehr geben die Schülerzahlen einfach nicht her“, betont Grimm und stellt eine ganz einfache Rechnung auf: Zwischen 60 und 70 Kinder werden in Lahstedt pro Jahr geboren, daraus ergeben sich rund 270 Grundschüler - also etwa zwölf Klassen. Die könnten auf zwei dreizügige Grundschulen aufgeteilt werden.

In Groß Lafferde und Adenstedt hört man solche Gedanken ungern. „Unsere Grundschule hatte mal einen schlechten Jahrgang“, sagt Lafferdes Ortsbürgermeister Rainer Röcken. „Sonst haben wir mehr Schüler als Gadenstedt“, so der Christdemokrat. Röcken stellt klar: „Ich werde alles dafür tun, unsere Schule am Leben zu erhalten.“ Zwar sei er der Gemeinde dankbar für die finanzielle Zusage für den Innenausbau des Lafferder Wasserturms - 15 000 Euro sind dafür im Haushalt 2014 eingeplant. „Für mich steht aber die Schule an erster Stelle.“

Noch drastischer äußerte sich Adenstedts Ortsbürgermeister Jürgen Schoke (IGA). „Sollte eine Schließung angedacht werden, lernt man uns Adenstedter kennen“, warnt er. „Wir haben hier 86 Grundschulkinder und sind die geburtenstärkste Ortschaft. Da ist eine Schließung alles andere als gerechtfertigt.“ Laut seiner Rechnung dürfe erst ab 54 Schülern über eine Schließung nachgedacht werden, die ab 38 Schülern unausweichlich sei. Davon sei man in Adenstedt weit entfernt. „Wir haben nichts gegen sparen für die Eigenentschuldung. Man kann sich aber auch totsparen!“, so Schoke.

sip/mu

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