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„Graatiiis, graatiiis, graatiiis“

Groß Lafferde „Graatiiis, graatiiis, graatiiis“

Was geräucherter Aal, Tonfiguren und bunte Luftballons miteinander zu tun haben, zeigt ein Rundgang über den Lafferder Markt.

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Tausende Besucher kamen auch in diesem Jahr zum Lafferder Markt rund um
den Wasserturm.

Quelle: mu

Lahstedt-Groß Lafferde. „So mein Schatz, für’n Zehner kriegst du einen Aal, einen halben Lachs und noch ein paar Sprotten dazu“, ruft Aal-Volker über den Platz vor seinem Stand auf dem Lafferder Markt. Einige Rentner zücken ihre Brieftaschen. „Der Fisch ist mir zu fett“, sagt eine Dame leise und will gehen. Doch da hat sie die Rechnung ohne Aal-Volker gemacht. „Nicht so schnell meine Guteste“, ruft er ihr hinterher. „Aal muss fett sein, sonst schmeckt der doch nicht. Und wir wollen schließlich alle ein bisschen Geschmack in der Schnute haben, oder?“

Aal-Volker ist einer von 240 Ausstellern, die auf dem Lafferder Markt ihre Waren feilbieten. Auch Irmgard Hantelmann aus Münstedt ist mit dabei. Sie bietet handgetöpferte Figuren an. „Es läuft wirklich gut“, sagt sie zufrieden. „Besser als im vergangenen Jahr.“ Besonders gut kommen ihre Schilder an, die man im Garten aufstellen kann. „Maulwurf raus“, steht da zum Beispiel drauf.

Besuch im Wasserturm

Ein paar Schritte weiter stehen Hergen und Gisela Lüers unter einer Traube von bunten Luftballons. „Wir sind zum ersten Mal hier“, erzählen die beiden Ballon-Verkäufer, die aus der Nähe von Bremen kommen. „Ein wirklich nettes Publikum und eine ganz tolle Organisation.“

Um das „nette Publikum“ scheren sich die beiden Marktschreier ein Stück die Straße rauf nicht wirklich. Hier wird auch schon mal zünftig ausgeteilt. „Dass du um diese Zeit noch nüchtern bist, ist auch ein Phänomen“, ruft Bananen-Fred einem Marktbesucher entgegen. Es ist gerade 12.30 Uhr.

Neben Bananen-Fred steht in seinem kleinen Wägelchen Käse-Rudi. Und die beiden Marktschreier liefern sich ein urkomisches Duell, in dem der eine die Sprüche des anderen aufs Korn nimmt. „Zeeehna, Zeeehna“, schallt es von der Rampe des Lastwagens von Bananen-Fred. „Graatiiis, graatiiis“, ruft Käse Rudi. „Was umsonst ist, kann nicht gut sein“, antwortet Bananen-Fred.

Doch da irrt der Marktschreier. Denn kostenlos ist zum Beispiel der Besuch des Wasserturms samt Heimatstube, den der Heimat- und Kulturverein organisiert. Und der ist bestimmt nicht „umsonst“ – es lohnt sich, einmal von oben einen Blick auf das Geschehen zu werfen und den Trubel in den Straßen unter sich zu lassen. Doch dann geht es zurück auf die Marktstraße.

An dem Stand rechts wird die beste Pfanne der Welt angepriesen. Selbst Kochmuffel könnten damit 4-Sterne-Köche werden. Sechzehn Stände weiter wieder ein Pfannenhändler. Mit natürlich noch besserer Ware. Und zwischendurch ganz viele Händler mit diversen Tüchern, um Pfannen, Töpfe und Co wieder sauber zu kriegen. Ganz ohne Chemie versteht sich.

Ohne Zusatzstoffe sind auch die Fische bei Aal-Volker, Ausgangs- und Endpunkt des Marktbesuches. „Mensch, ihr habt ja alle noch Sand in den Augen“, ruft er seinem Publikum zu. „So mein Schatz, für’n Zehner kriegst du...“

mu

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