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"Gewaltig hintergangen": Politiker verärgert über Pläne des Hüttenvereins

Lahstedt "Gewaltig hintergangen": Politiker verärgert über Pläne des Hüttenvereins

Lahstedt . Verärgert über die aktuellen Pläne des Hütten-Vereins ist Lahstedts Politik: Der Verein lässt die Umformerstation auf dem Hüttengelände umbauen, auch um sie für Feiern zu vermieten. "Dazu haben wir sie nicht an den Verein verkauft", sagen Bürgermeister Klaus Grimm und Manfred Tinius (SPD).

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Die Umformerstation auf dem Ilseder Hüttengelände ist die neue Heimat des Fördervereins „Haus der Geschichte“. Doch mit der Nutzung als Veranstaltungsraum sind Lahstedter Politiker nicht einverstanden.

Quelle: Tobias Mull

Im Dezember 2010 hatte der Planungsverband beschlossen, die Umformerstation an den Förderverein „Haus der Geschichte“ für einen symbolischen Euro zu verkaufen - und zwar zur Unterbringung der historischen Sammlung, sagt Lahstedts Bürgermeister. „Wir waren in Lahstedt sehr verwundert, als wir aus der PAZ erfuhren, dass der Verein die Fläche mit Hilfe der Wito für Feiern vermieten will“, sagt Grimm und erinnert an den PAZ-Artikel vom 16. März.

Hintergrund: Für 70000 Euro wird derzeit die Umformerstation auf dem Ilseder Hüttengelände umgebaut. Der Hüttenverein will aus dem ehemaligen Industriegebäude Vereinsheim, Ausstellungsfläche, aber auch ein Veranstaltungszentrum machen - und hat dafür inzwischen die Wito mit ins Boot geholt, die sich um die Vermarktung der Feier-Räume kümmert. Die Ausstellung wird im Keller aufgebaut, das großflächige Erdgeschoss wird vermietet.

„Ich fühle mich dadurch gewaltig hintergangen“, sagt Manfred Tinius, Fraktionsvorsitzender der Lahstedter SPD. „Es war ausgemacht, dass wir dem Förderverein das Gebäude für ihre historische Sammlung zur Verfügung stellen, dafür haben wir das Gebäude auch mit Gemeindegeld renoviert!“

Knapp 33000 Euro hatte der Planungsverband, der aus den Gemeinden Ilsede und Lahstedt bestand, für die Sanierung ausgegeben - „und es sollte als Ausstellung und zur Unterbringung der historischen Sammlung dienen“, betont auch Bürgermeister Grimm. „Nur deshalb gab es den symbolischen Kaufpreis von 1 Euro. Von einer Vermietung für Feiern und somit kommerzieller Nutzung war zu keinem Zeitpunkt die Rede!“

Auch die Zustiftung stößt den Politikern sauer auf: Der Verein hat die Umformerstation an eine vereinsnahe Stiftung übertragen, die sie an den Verein zurückvermietet - „das ist eine komische Sache“, findet Manfred Tinius, der sich an die „undurchsichtigen Vorgänge“ um die Dampfzentrale erinnert fühlt. Auch damals hatte Lahstedt Stiftung und Verein vorgeworfen, ein Sanierungskonzept mit unvollständiger Kostenkalkulation vorzulegen. Hätte die Stiftung die Sanierung nicht tragen können, wären am Ende wieder Lahstedt und Ilsede für das „blaue Haus“ verantwortlich gewesen, befürchtete Lahstedt.

„Damals ist sehr viel Vertrauen verspielt worden. Das wird durch die jüngsten Vorgänge nicht besser“, sagt Tinius. Lahstedt sei mit der Geduld am Ende: „Die rechtlichen Konsequenzen dieser Aktion werden geprüft“, sagt Tinius.

sip

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