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Gadenstedter Eheleute feiern Donnerstag diamantene Hochzeit

Gadenstedt Gadenstedter Eheleute feiern Donnerstag diamantene Hochzeit

Gadenstedt. Ihre Diamant-Hochzeit feiern am Donnerstag Anita und Hans-Albrecht May aus Gadenstedt. Die Gewaltenteilung im Hause May war dabei von Anfang an klar - und klassisch: Der Mann verdiente das Geld, und die Frau hütete Kinder und Haus. Anita May lacht. „Bei vier Kindern ist mir das auch gar nicht schwer gefallen!“

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Anita und Hans-Albrecht May haben am 1. Mai 1954 geheiratet und feiern morgen ihre Diamant-Hochzeit.

Quelle: hui

Sie macht mit ihren 84 Jahren immer noch einen sehr resoluten Eindruck. Wie so viele Frauen ihrer Generation war sie allein für die Erziehung der Kinder verantwortlich. Obendrein betreute sie auch noch die Schwiegermutter und ihre eigenen Eltern bis zu deren Tod.

Der Gatte, fünf Jahre älter, war eher seltener zu Hause - was ja seinerzeit ebenfalls üblich war. Allerdings kam er auch nicht gerade zu christlichen Feierabend-Zeiten heim. „Als Wissenschaftler hat man keine geregelten Arbeitszeiten“, erklärt der Ingenieur, der lange im Fraunhofer-Institut in Braunschweig industrienahe Forschung auf dem Sektor Holz betrieben hat - nicht selten bis tief in die Nacht.

Kennengelernt haben sich die beiden nicht an dem Ort, wo oft im Dunkeln angebändelt wird, sondern direkt danach: Den Heimweg vom Kino im Groß Lafferder Gasthaus legten sie zufällig zusammen zurück, unterhielten sich angeregt über den Film und vor der Haustür der gerade 21 Jahre alten Anita Lege noch zwei Stunden, bis Papa Lege dem mitternächtlichen Dialog energisch ein Ende bereitete.

Doch die gelernte Schneiderin, die als Aushilfe auf der Poststelle in Groß Lafferde arbeitete und dort auch von ihrer Großmutter den Telefonvermittlungsdienst übernahm, als diese ihn 80-jährig aufgab, und der Fachhochschulstudent trafen sich weiterhin. Wenn er in den Semesterferien in Lengede arbeitete, schaltete er bei der Fahrt am Elternhaus seiner Liebsten vorbei immer sein NSU-Motorrad so, dass es jedes Mal einen lauten Knall gab. Am 1. Mai 1954 gaben sie sich in der Kirche das Ja-Wort.

Über viele Jahre verband die Mays und ihre vier Kinder und Kindeskinder eine tiefe Freundschaft mit einer Familie in Huclier, einem Ort im Norden Frankreichs. Zustande gekommen war die Freundschaft durch die Kriegsgefangenschaft des bei Kriegsende gerade 20-Jährigen, der schließlich in dem Ort bei einem Bauern Aufnahme fand und sich mit dessen Familie anfreundete. „Dort spricht man einen besonderen Dialekt, und die Bewohner werden von den anderen Franzosen Schti’s genannt“, sagt May. Den Film „Willkommen bei den Schti’s“ haben sich beide natürlich angesehen und bestätigen freudestrahlend: „Genau so ist es!“

hui

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