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Gadenstedter Autor Dr. Peter Schmidt veröffentlicht sein drittes Buch

Gadenstedt Gadenstedter Autor Dr. Peter Schmidt veröffentlicht sein drittes Buch

Gadenstedt. Ein rotes Buch über die Liebe, ein grünes Buch über Kindheit und Jugend und nun also ein blaues Buch über die moderne Arbeitswelt: Der Gadenstedter Dr. Peter Schmidt hat jetzt sein drittes Werk veröffentlicht, in dem er mit der ihm eigenen Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor über sein Leben und seine Autismus-Erkrankung erzählt. „Von Anfang an war es geplant, die eigene Lebensgeschichte als Trilogie zu veröffentlichen“, sagt Schmidt, der sich aufgrund seiner Erkrankung als „sozial gehandicapt“ beschreibt. Die Gefühle seiner Mitmenschen seien ihm als Autist oft ein Rätsel, diese Wahrnehmungsstörung des Gehirns mache die soziale Interaktion äußerst schwierig.

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Dr. Peter Schmidt mit seinem neuen Buch „Kein Anschluss unter diesem Kollegen“. Ausriss rechts: Nach seinem Erstlingswerk war der Gadenstedter begehrter Talkshow-Gast.

2012 war der erste Teil der Trilogie erschienen - und hatte ein riesiges Medienecho ausgelöst. Das Buch wurde innerhalb kürzester Zeit zum Spiegel-Bestseller und Schmidt selbst beinahe Dauergast in diversen Fernseh- und Radioshows. Er bekam dabei sogar von Schauspielstar Heiner Lauterbach das „Du“ angeboten.

Nach dem Erstling „Ein Kaktus zum Valentinstag“, in dem es vor allem um das Thema Liebe ging, folgte „Der Junge vom Saturn“. Das Buch drehte sich um Kindheit und Jugend. Und nun also das dritte Buch „Kein Anschluss unter diesem Kollegen“, in dem er seinen speziellen Berufsalltag beschreibt und, wie er selbst sagt, die Arbeitswelt entlarven will. „Alles, was auch anderen Menschen nicht gefällt, was aber Autisten so sehr wehtut, dass sie verzweifeln, weil sie nicht verstehen, weil sie es nicht länger aushalten können, zum Beispiel in einer Bürolandschaft mit vielen Schreibtischen zu arbeiten, was Autisten in die Arbeitslosigkeit oder die Erwerbsunfähigkeitsrente treibt, all das wird schonungslos dargestellt“, sagt der Gadenstedter.

Der Leser erfährt aber auch, wie ein offenkundig autistischer Mensch trotz aller Probleme Karriere machen konnte. Denn Schmidt ist zwar sozial gehandicapt, fachlich aber hochbegabt. Als Autist mit einem geradezu klassisch ausgeprägten Asperger-Syndrom weiß er jedoch nicht, wie das etwa mit dem Networking funktioniert. So kommt er als Wissenschaftler nicht weiter und wird arbeitslos. Doch er lässt sich nicht unterkriegen, macht Karriere in der IT-Branche und bringt mit seiner Querdenkerei seinem Unternehmen viele Vorteile - auch wenn er an so mancher Aufgabe schier verzweifelt. „Als Abteilungsleiter musste ich beispielsweise zum ersten Mal ein Arbeitszeugnis schreiben, wusste aber gar nicht, dass es solche Zeugnisse überhaupt gibt. So schrieb ich dann Zeugnisse, die vollkommen am üblichen Zeugnisdeutsch vorbei gingen“, erzählt Schmidt. „Vielleicht habe ich damit ja auch die Nichtigkeit der Aussagekraft von solchen Arbeitszeugnissen aufgezeigt.“

  • Das Buch „Kein Anschluss unter diesem Kollegen“ ist im Patmos Verlag erschienen, kostet 19,99 Euro und ist unter anderem auch im Peiner Buchladen „Gillmeister“ zu kaufen.
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