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Fusion von Ilsede und Lahstedt: Letzte Verhandlungsrunde erfolgreich

Ilsede / Lahstedt Fusion von Ilsede und Lahstedt: Letzte Verhandlungsrunde erfolgreich

Ilsede/Lahstedt. „Ich glaube, jetzt haben wir es geschafft“ - diesen Satz soll Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes nach eigener Aussage zu seiner Frau gesagt haben, als er am Mittwochabend nach Hause kam. Zuvor hatten sich Ilseder und Lahstedter Politiker zum fünften und letzten Fusionsgespräch getroffen - ein „positives und harmonisches Gespräch“, wie Ilsedes Bürgermeister resümiert.

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Die letzte Verhandlungsrunde ist beendet: Die Bürgermeister Wilfried Brandes (Ilsede) und Klaus Grimm (Lahstedt) glauben an die Fusion.

Quelle: oh

Brandes selbst macht keinen Hehl daraus, dass er die Fusion für den richtigen Weg für Ilsede und Lahstedt hält - doch beschließen müssen sie die Räte der beiden Gemeinden am 10. Juli - in Ilsede einstimmig, in Lahstedt mehrheitlich, wie Brandes und Lahstedts Bürgermeister Klaus Grimm schätzen.

Die beiden entsprechenden Verträge - der Gebietsänderungsvertrag und der Zukunftsvertrag - waren Inhalt der Fusionsverhandlung und der Klausurtagung am vergangenen Wochenende. Die Ergebnisse stellten Ilsedes Bürgermeister und Lahstedts Verwaltungs-Chef Klaus Grimm gestern vor (siehe Text unten).

Beschließen die beiden Räte - in Ilsede tagt der Rat um 18 Uhr, in Lahstedt um 19 Uhr - die Verträge, ist das Land am Zug: Im Spätsommer berät dann eine Kommission aus Niedersächsischen Spitzenverbänden über die Höhe der Schuldenhilfe. Danach beschließt Hannover über den Fusionsantrag. Dann entscheidet sich auch, ob die neue Gemeinde „Ilsede“ vom Land 12,5 Millionen oder 11,3 Millionen Euro erhält - was sich nach dem Stichtag der Haushaltsberechnungen richtet. Die höhere Summe sei wahrscheinlicher, haben die Landesministerien durchblicken lassen, verraten die Bürgermeister.

Läuft alles nach Plan, fusionieren Ilsede und Lahstedt zum 1. Januar 2015 und gleichen im selben Jahr den Haushalt jahresbezogen aus. „Somit bringt die Fusion Spielraum für Investitionen“, so Grimm und Brandes. Sie zählen auf: für die Sporthallendächer in Münstedt und Ölsburg, für die Verkehrsberuhigung von Adenstedts Ortsdurchfahrt. Weitere Ziele sollen Arbeitsgruppen der beiden Gemeinden ab Juli ausmachen.

A propos Fusionsziele: Am 3. Juli veranstaltet Lahstedt die wahrscheinlich letzte Fragestunde für Bürger vor dem Fusionsbeschluss. Sollte es dann tatsächlich zur Fusion kommen, sei dies einer enormen Arbeitsleistung der ehrenamtlichen Ratspolitiker und der Rathausmitarbeiter geschuldet, lobt Bürgermeister Grimm: „Hut ab!“, schnauft der Bürgermeister durch. sip

Ilsede/Lahstedt. Über den Gebietsänderungs- und den Zukunftsvertrag haben die Politiker aus Ilsede und Lahstedt verhandelt – und am Mittwoch über die Entwürfe abgestimmt.

Fest steht: Nach einer Fusion hätten zusätzlich zu den bisherigen Ortschaften auch Ölsburg, Groß Bülten und Groß Ilsede eigene Ortsräte. Spätestens am 30. April 2015 sollen Gemeinderat, Bürgermeister und Ortsräte gewählt werden. In der Interimszeit übernimmt Ilsedes stellvertretender Bürgermeister die Verwaltungsgeschicke – Lahstedts Stellvertreter geht in den Ruhestand, was unabhängig von der Fusion bereits feststand. Grimm und Brandes geben ihr Amt im Oktober 2014 ab. Künftiger Verwaltungssitz der Gemeinde ist das Rathaus Ilsede.

Die Schulstandorte in Ilsede und Lahstedt sollen – unabhängig von der Fusion – beibehalten werden, wenn es die demografische Entwicklung zulässt. In Lahstedt beginnen nächste Woche die Verhandlungen dazu – angestrebt wird eine zweite Ganztagsschule in Gadenstedt. Die Krippen und Kitas in den Gemeinden bleiben durch die Fusion unangetastet. Etwaige Änderungen ergeben sich nur aus der demografischen Entwicklung.

Die Ortsfeuerwehren werden beibehalten, es sei keine Schwerpunktwehr geplant. Ein gemeinsamer Gemeindebrandmeister wird nach der Fusion gewählt.

Auch Einsparungen zur Haushaltskonsolidierung sind teil des Zukunftsvertrages: Eine Bürgermeisterstelle und zwei Beamtenstellen (Ruhestand) fallen weg, was 290000 Euro jährlich einspart. Durch den Wegfall des Rathauses, die geringere Anzahl von Ratsmitgliedern und die geringeren Zinsaufwendungen werden jährlich 320000 Euro eingespart.

Die Vertragstexte werden im Internet veröffentlicht, unter www.ilsede.de und www.lahstedt.de.

sip

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