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Fusion oder Eigenentschuldung: Bürger bei Adenstedter Info-Abend gespalten

Lahstedt Fusion oder Eigenentschuldung: Bürger bei Adenstedter Info-Abend gespalten

Adenstedt. An die 80 Interessierte fanden an dem regnerisch-kalten Winterabend den Weg in die Waldgaststätte Odinshain, wohin die Lahstedter SPD zu einer Infoveranstaltung zum Zukunftsvertrag eingeladen hatte. Es war nach Dienstag in Münstedt, die vorerst letzte Info-Runde. Die Organisatoren und Podiumsgäste mussten sich aus den Reihen des Publikums zu den Stichworten Eigenentschuldung und Fusion so einiges anhören.

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Ralf Hahne, Jörg Gilgen, Manfred Tinius, Michael Baum und Jürgen Heuer von der SPD informierten die rund 80 Gäste in Adenstedt über eine mögliche Fusion.

Quelle: hui

Die Sitzplätze reichten nicht aus, sodass die letzten 20 Gäste ihre Stühle selber in den Saal schleppen mussten, bevor Jörg Gilgen, Vorsitzender der SPD Lahstedt, und Ralf Hahne als Vorsitzender der SPD Adenstedt die Anwesenden begrüßen konnten. Manfred Tinius, Michael Baum und Jürgen Heuer informierten die Bürger über den Stand der Dinge bei den Sondierungsgesprächen über eine mögliche Fusion der Gemeinden Lahstedt und Ilsede sowie Risiken und Chancen. Dazu trug Jürgen Heuer reichlich Zahlenmaterial vor - „alles öffentlich zugängliche Ergebnisse“, versicherte er. Sein Resümee: Sollten Lahstedt und Ilsede fusionieren, hätte man neben der einmaligen Schuldenhilfe von 12,4 Millionen Euro, jährlich 1,2 Millionen mehr zur Verfügung (PAZ berichtete).

„Das sind keine Sondierungsgespräche, ihr verhandelt doch schon. Ihr wollt uns hier etwas verkaufen“, wurden Baum und Kollegen sogleich verdächtigt. Baum versicherte, dass es sich vorerst um Bestandsaufnahmen von Infrastruktur und Verwaltung handele. Besucher Ralf Gieseke wollte wissen, warum es mit der beschlossenen Eigenentschuldung nun doch nicht klappt. Heuer begründete dies mit den Vorabberechnungen, nach denen der Plan auch aufgegangen wäre, hätten sich die Zahlen nicht drastisch geändert.

Dass es nach der Fusion nur noch ein Rathaus geben und dieses wohl in Ilsede stehen würde, quittierten die Anwesenden mit ablehnendem Gemurmel. „Wenn man die Chance hat, 75 Prozent der aufgelaufenen Schulden abzutragen und die nicht nutzt, versündigt man sich an den kommenden Generationen“, sagte Kurt Gilgen unter zahlreichen „Hört!-Hört!“-Rufen.

„Ich fühle mich als Bürgerin über die Jahre total verarscht“, fand Helga Laue deutliche Worte und führte das Beispiel Straßenbeleuchtung nach dem Oberger Modell an. „Ich möchte bei Beleuchtung durch die Straßen gehen und auch Jugendliche und alte Leute sollen gut und sicher nach Hause kommen!“

Voraussichtlich im Februar wird der Lahstedter Rat entscheiden, ob Fusionsverhandlungen mit Ilsede aufgenommen werden.

hui

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