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Förderverein Burg Steinbrück unternahm eine spannende „Reise“ ins Mittelalter

Lahstedt Förderverein Burg Steinbrück unternahm eine spannende „Reise“ ins Mittelalter

Lahstedt. Ein Volltreffer im wahrsten Sinne des Wortes war die spannende „Reise“ ins Mittelalter, die der Förderverein Burg Steinbrück mit einigen Gästen aus dem Umland vor Kurzem unternommen hat.

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Die Besucher erforschten die Burg Lichtenberg.

Quelle: oh

Die Gruppe erforschte unter kundiger Begleitung des dortigen Fördervereins die alten Gemäuer der Burg Lichtenberg und durfte dann die Festung sogar mit einer historischen Wurfmaschine „beschießen“ - und das zwar mit vollem, aber glücklicherweise nicht mit durchschlagendem Erfolg.

Zunächst erfuhren die Gäste so einiges über die Architektur des Mittelalters. „So wurde uns erklärt, dass der Weg zur Oberburg immer im Uhrzeigersinn verläuft - und das aus einem speziellen Grund: Der Feind musste immer rechts an der Burgmauer nach oben streben, und sich mit seinem Schwert nach links gegen die Burgbesatzung durchsetzen. Ein schwieriges Unterfangen, das häufig tödlich endete“, erzählt Siegfried Skarupke vom Steinbrücker Burgverein, der die Fahrt wieder organisiert hatte.

Geradezu bedrohlich wirkte die originalgetreue Nachbildung einer sogenannten „Blide“, einer hölzernen Wurfmaschine, wie sie schon seit dem 12. Jahrhundert in Europa benutzt wurde. „Je nach Größe konnten sie Steinkugeln von bis zu 30 Kilogramm bis zu 450 Meter weit werfen und so einen Zugang durch die Mauern sprengen“, sagt Skarupke. „Aber auch Kadaver von Tieren, Schädel und Körper von Feinden wurden mit ihr in Richtung Burg geschleudert. Hauptziel war dabei der Burgbrunnen. Wurde das Wasser verseucht, musste die Besatzung bald aufgeben.“

Da jedoch bekanntlich alle Theorie grau ist, durften die Gäste die Wurfmaschine kurzerhand einmal ausprobieren. „Zur Bedienung sind mindestens drei Personen erforderlich. Zwei Recken spannten bei uns die Seile - und eine Maid zog das Abzugsseil“, erzählt Skarupke mit einem Lachen. Und die Besucher zeigten sich äußerst treffsicher.

Der erste Schuss traf mit voller Wucht den Bergfried im oberen Drittel. Der zweite Schuss war dann ein echter Volltreffer: Der schwere Medizinball, der die eigentliche Steinkugel ersetzte, schlug genau im oberen Bereich des Bergfriedes ein. „Ein Beweis dafür, wie präzise schon damals die Kriegsmaschinen arbeiten konnten“, sagt Skarupke. „Nach der Erfindung des Schießpulvers verlor die Blide jedoch ihre Bedeutung - genau wie die fest gemauerten Burgen.“

Beeindruckt von den vielen Informationen über das Mittelalter zu Zeiten Heinrich des Löwen (er hatte die Burg Lichtenberg übrigens einst erbauen lassen) sowie von den Bogenschieß-Darbietungen von Kylian dem Waldläufer verabschiedeten sich die Besucher bei schon recht herbstlichen Temperaturen.

mu

  • Für die dunkle Jahreszeit plant der Förderverein Burg Steinbrück wieder Touren nach Burg Wohldenberg sowie zum Schloss Salder. Mehr dazu in einer der nächsten Ausgaben.
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