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Eine Liebeserklärung an die Musik

Lahstedt Eine Liebeserklärung an die Musik

Gadenstedt. Sie ist musikalisch mit allen Hunden gehetzt und allen Wassern gewaschen - unter anderem von so prominenten Orchesterchefs wie Kurt Masur oder Christoph von Dohnànyi: die Ilseder Harfenistin Christiane Rosenberger.

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Präsentierte in der Alten Stellmacherei in Gadenstedt ihre „Geh-Zeiten“: Die Ilseder Harfenistin Christiane Rosenberger.

Quelle: im

Inzwischen geht die Diplom-Orchestermusikerin und Rhythmik-Pädagogin musikalisch aber längst eigene Wege - in die Alte Stellmacherei nach Gadenstedt beispielsweise, in der sie jetzt als Solistin konzertierte, um ihren CD-Erstling „Geh-Zeiten“ mit eigenen Kompositionen zu präsentierten. Und wie!

Inspiriert habe sie sowohl die Natur, wie sie sich ihr bei allen Jahreszeiten während ihrer regelmäßigen „Geh-Zeiten“ im Ilseder Forst präsentiert habe, als auch Werke der Malerinnen Monika Wegner und Ruthild Tilmann. Und was Rosenberger da präsentiert, klingt so zeitlos, wie die Melancholie des Publikums selbst. Und von selbst versteht sich, dass sie ihr Instrument nicht nur technisch brillant beherrscht, sondern auch so sensibel und virtuos klingen lässt, als sei es ein Teil ihrer selbst.

Es ist vielmehr dieses außergewöhnliche Schweben ihrer klanglichen Emotionen, dieses feinfühlige Schattieren und die zuweilen sanft-dramatische Dynamik, die das Publikum mühelos dort treffen, wo es am empfindlichsten ist: im Bauch.

In der Musik der Bretagne fühle sich Rosenberger besonders glücklich, sagte sie, und so kommen ihre Kompositionen ohne das mit Harfenmusik in Zusammenhang gebrachte flirrend-süße Klischee aus und gleitet nie, wirklich nie, in ungewisses Klanggewabere ab.

Wenn es beispielsweise im „Kreislauf des Lebens“ auch mal schroff und kantig wird, kombiniert sie dies gleichwohl entschlossen und sicher zupackend mit ihrer ganz speziellen Zartheit und Innigkeit.

Dabei lässt Rosenberger ihre Zuhörer allerdings nicht allein: Im Plauderton moderiert und erläutert sie freimütig das Werden ihrer Werke. Als im Fach „Grundmusikalisierung“ in Kindergärten und Grundschulklassen gestählte Rhythmik-Pädagogin bewegt sie auch in der Stellmacherei das Publikum nicht nur emotional: Sie lässt durch die Zuhörer-Reihen ein „Koshi“, also ein filigranes Klangspiel reichen, nimmt dessen zerbrechliche Klänge auf und improvisiert unermüdlich immer wieder neue Klangwölkchen. Und als sich bei „Geheimnis des Feuers“ der imaginäre Phönix sowohl aus der Asche als auch aus ihrem Klangspiel zu erheben scheint, lodern wie von Magie bewegt plötzlich auch im Stellmacherei-Kamin die Flammen auf.

Frohsinn („Tanz der Vögel“) korrespondiert mit der Besinnlichkeit eines Nordsee-Spazierganges im Nebel, und wenn die „Tri Martolod“ („Drei Matrosen“) an der Bretagne-Küste an Land gehen, verbindet Rosenberger Heiterkeit und sanfte Wehmut.

„Geh-Zeiten“ ist eine Liebeserklärung an die Wahrnehmung, die Bewegung und an die Musik selbst, die schon beim ersten Hören Freude und bei der Wiederholung Lust auf das Nochmalhören macht.

  • Die Wiederholung des Konzerts am 24. Januar in der Alten Stellmacherei ist bereits ausverkauft.

jdh

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