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Dr. Peter Schmidt stellt sein neues Buch „Der Junge vom Saturn“ vor

Gadenstedt Dr. Peter Schmidt stellt sein neues Buch „Der Junge vom Saturn“ vor

Gadenstedt. Von dem Erfolg seines Erstlingswerks „Ein Kaktus zum Valentinstag“ war er noch ein wenig überrascht, doch wenn dieser Tage der Nachfolger „Der Junge vom Saturn“ erscheint, ist Dr. Peter Schmidt aus Gadenstedt schon fast ein ausgebuffter Profi. Denn er weiß ja, was auf ihn zukommt. Sicherlich wieder etliche Lesungen und erneut viele Talkshow-Auftritte - schließlich handelt es sich um das „neue Buch des Spiegel-Bestsellerautors“, wie es auf dem Cover steht. Und obwohl man solche marktschreierischen Aussagen öfter mit Vorsicht genießen sollte - hier stimmt es ja.

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Dr. Peter Schmidt in bayrischer Tracht mit Bayern-3-Moderator Thorsten Otto.

Sein erstes Buch „Ein Kaktus zum Valentinstag - Ein Autist und die Liebe“ war im vergangenen Jahr ein enormer Erfolg. Das Werk, in dem Schmidt mal humorvoll, mal ernst über seine Autismus-Erkrankung erzählt, bescherte ihm nicht nur gut besuchte Lesungen und enorme Verkaufszahlen, er fand sich auch in Fernseh-Talkshows wieder und sprach dabei unter anderem mit Schauspieler Heiner Lauterbach.

Nun ist also das zweite Buch des Gadenstedters erschienen - und das setzt zeitlich eigentlich vor dem Vorgänger an. Denn in „Der Junge vom Saturn - Wie ein autistisches Kind die Welt sieht“ spricht Schmidt über seine Kindheit mit Asperger-Syndrom, einer besonderen Form des Autismus‘. Und dabei kann er sich nicht nur an die ersten Jahre seines Lebens erinnern, sondern sogar an die Stunden seiner Geburt. Wie auch schon in „Ein Kaktus zum Valentinstag“ entwirft er für diese ungewöhnlichen Wahrnehmungen erneut eine eigene Sprachwelt (siehe Text unten).

Übrigens: Nicht nur im Peiner Land ist Schmidt mittlerweile bekannt - vor allem auch in Bayern hat er zahlreiche Fans. Einer davon ist Bayern-3-Moderator Thorsten Otto. „Wenn Sie mich zum dritten Mal einladen, komme ich in weiß-blauem Hemd und original bayrischen Lederhosen“, hatte Schmidt angekündigt, als er vor einigen Monaten zum zweiten Mal in die Sendung „Mensch, Otto!“ eingeladen worden war. Und so geschah es: Am 25. September war Schmidt in Lederhosen zum dritten Male bei „Mensch, Otto!“ zu Gast. „Das war schon ein tolles Erlebnis“, erzählt Schmidt nicht ohne Stolz. Schließlich waren in derselben Woche ebenfalls Rennfahrer Timo Glock und Schlagersänger Hansi Hinterseer eingeladen. Wenn man sich den langsam beginnenden Presserummel so ansieht, wird das sicherlich nicht der letzte Talkshow-Auftritt gewesen sein.

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  • Die Radio-Sendung ist in der ARD-Mediathek zu hören unter www.ardmediathek.de/bayern-3/ oder in die Suchmaschine „peter schmidt mensch otto“ eingeben.

Weißkittelwesen und herrlich juchzende Lichtflecken

Gadenstedt. Es sind vor allem die ersten Kapitel in „Der Junge vom Saturn“, die faszinieren. Mit einer ganz eigenen Sprache beschreibt Dr. Peter Schmidt den Vorgang seiner eigenen Geburt an „einem azurblauen Montag, als ich zu einer violettblaugrünen Uhrzeit (...) direkt dem Licht der Welt ausgesetzt wurde, als ich meine körperliche Unabhängigkeit erreichte“. Dabei gibt es zudem Momente, in denen alles „grellkörnig schemig“ ist – und dann sind da ja noch die „Weißkittelwesen“.

Auch für die Gadenstedter wird das Buch eine Reise in die Vergangenheit darstellen. Mancher mag sich heute noch erinnern, wie ein kleiner Junge früher durch das ganze Dorf von Haus zu Haus ging und nach alten Münzen und Kakteen fragte. Oder wie Schmidt mit seinen ausgestreckten Armen „Auto“ auf dem Schulhof und in den Gängen der Schule fuhr. Ewig unverstandene Verhaltensweisen und Vorkommnisse, die für viele bis heute rätselhaft blieben, werden mit der Lektüre des Buches auf einmal transparent. Auch was damals in der Grundschule und am Gymnasium Groß Ilsede so rund um Peter Schmidt passierte, erscheint auf einmal in einem ganz anderen Licht. So hatte er in der Schule seine Mitschüler schon mal gebissen, weil ihm jemand gesagt hatte, dass er sich mehr durchbeißen solle. Und Zuhause studierte er stundenlang Lichtflecken an den Wänden, weil das „so herrlich juchzt“.

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