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Debatte um Kreisfusion: „Für mich kam dieser Vorstoß durchaus überraschend“

Ilsede/Lahstedt Debatte um Kreisfusion: „Für mich kam dieser Vorstoß durchaus überraschend“

Ilsede/Lahstedt. Lange Zeit hatte sich der Landkreis Peine gegen eine Fusion mit einer anderen Kommune ausgesprochen, vor Kurzem wurde dann bekannt, dass SPD und Grüne im Kreistag Landrat Franz Einhaus per Kreistagsbeschluss beauftragen wollen, mit den Nachbarkommunen in Verhandlungen über einen Zusammenschluss zu treten. Was bedeutet diese neue Sachlage eigentlich für die gerade wieder in den Fokus gerückte Debatte um eine Fusion zwischen Ilsede und Lahstedt? Die PAZ fragte die Bürgermeister der beiden Südkreis-Gemeinden.

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Die Nachbargemeinden Ilsede und Lahstedt.

„Für mich kam dieser Vorstoß der Kreispolitik durchaus überraschend“, sagt Lahstedts Bürgermeister Klaus Grimm (parteilos). Insgesamt wertet er diese Entwicklung jedoch durchaus positiv - und auch mit dem möglichen Fusions-Favoriten Hildesheim kann er sich anfreunden. „Die Gemeinde Lahstedt liegt direkt neben dem Landkreis Hildesheim - und zwischen den Landkreisen Peine und Hildesheim gibt es verschiedene sachliche Berührungspunkte. Einen Zusammenschluss kann ich mir deshalb durchaus vorstellen“, erklärt der Lahstedter Verwaltungs-Chef.

Dies sieht auch sein Ilseder Amtskollege Wilfried Brandes so. „Viele Ilseder sind zwar eher nach Hannover oder Braunschweig orientiert, aber schon der alte Landkreis Peine gehörte ja damals zum Regierungsbezirk Hildesheim“, sagt der Sozialdemokrat und betont: „Wir müssen aufpassen, dass wir in einem solchen neuen Gebilde als Gemeinde gut aufgestellt sind.“ Deshalb könnten die aktuellen Fusionsbestrebungen auf Kreisebene durchaus einen Einfluss auf die gerade wieder aufkeimende Fusionsdebatte zwischen Ilsede und Lahstedt haben.

Jahrelang hatten die beiden Nachbarkommunen über einen Zusammenschluss gesprochen; mit dem sogenannten Zukunftsvertrag hätte das Land Niedersachsen sogar eine ordentliche „Hochzeitsprämie“ gezahlt. Kurz vor dem Durchbruch der Verhandlungen gerieten die beiden Gemeinden jedoch in Streit, es folgten gegenseitige Schuldzuweisungen und eine lange Eiszeit. Erst vor einigen Wochen näherten sich die beiden Gemeinden wieder an, nahmen sogar die zuvor ausgesprochene Kündigung des gemeinsamen Zweckverbandes zurück.

Daraufhin trafen sich Vertreter der beiden Gemeinden abermals mit dem Fusionsexperten des Landes Niedersachsen, später erläuterte dieser die aktuelle Lage dem Lahstedter Rat - und setzte beiden Gemeinden die Pistole auf die Brust: Bis Anfang November sollen sich die Kommunen endgültig entscheiden, ob sie weiter die derzeit favorisierte Eigenentschuldung verfolgen wollen - oder doch wieder auf eine Fusion umschwenken.

„Dazu laufen derzeit Gespräche innerhalb der Fraktionen“, erklärte Lahstedts Bürgermeister Grimm gegenüber der PAZ. Diese Zeit für Gespräche sei auch notwendig, da sich zum Beispiel die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in beiden Gemeinden verbessert hätten und es deshalb andere Voraussetzungen für eine mögliche Fusion gebe, unterstreicht Klaus Grimm.

Das Ergebnis sei völlig offen, in der Sitzung des Lahstedter Verwaltungsausschusses Anfang November sollen dann jedoch die Weichen gestellt werden.

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