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Belasteter Schlamm in Kläranlage entdeckt: Gemeinde Lahstedt gibt Entwarnung

Lahstedt Belasteter Schlamm in Kläranlage entdeckt: Gemeinde Lahstedt gibt Entwarnung

Lahstedt. „Viele offene Baustellen“ in punkto Kläranlagensystem gibt es derzeit für Lahstedts Politik und Verwaltung zu bearbeiten. Und so war es auch kein Wunder, dass gleich mehrere wichtige Punkte auf der Tagesordnung des zuständigen Abwasserausschusses der Gemeinde standen.

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Die Kläranlage in Münstedt: Über die Zukunft der Lahstedter Anlagen wurde erneut im Abwasserausschuss der Gemeinde gesprochen.

Länger diskutiert wurde etwa über eine erhöhte Belastung des Klärschlamms der Groß Lafferder Anlage. „Wir vermuten, dass die Belastung aus Oberger Erdölresten herrührt“, sagt Hans-Joachim Kloster von der Lahstedter Verwaltung. Zum Hintergrund: Im 20. Jahrhundert war in Oberg Öl gefördert worden. Die Bohranlagen wurden nach der Schließung verschlossen. Es sei aber möglich, dass Ölreste von den früheren Bohrfeldern über die Drainage oder undichte Leitungen letztlich in die Kläranlage gelangten, wo der Wert bei der Beprobung festgestellt wurde. „Ob unsere Vermutungen zutreffen, oder ob illegal Farb- oder Ölreste entsorgt wurden, werden wir aber noch untersuchen“, so Kloster.

Besteht nun Gefahr, dass belasteter Schlamm auf landwirtschaftliche Äcker in der Umgebung aufgebracht wurde? Kloster gibt Entwarnung: „Wir testen den Schlamm immer auf Belastungen, bevor er aufgebracht wird. Belasteter Schlamm wird erst gar nicht auf die Äcker gebracht, sondern vernichtet.“

Angeschnitten wurde bei der Sitzung auch das Abwasserkonzept der Gemeinde: Derzeit werden mehrere Varianten untersucht, denn die vorhandenen Kläranlagen der Gemeinde sind überlastet - das haben Untersuchungen bereits ergeben. Zur Debatte steht unter anderem der Neubau einer Zentralen Kläranlage, aber auch die Klärung in Peine. Doch selbst wenn die vorhanden Anlagen beibehalten werden, kommen Kosten für die „Ertüchtigung“ der naturnahen Klärwerke auf die Gemeinde zu. Im September sollen genaue Ergebnisse vorliegen, der Rat könnte im Oktober über eine Variante beschließen.

Bei der derzeitigen „Kläranlagen-Inventur“ durch einen externen Ingenieur wurde zudem ein Baufehler an der Gadenstedter Anlage festgestellt - Leitungen waren anders ausgeführt worden als genehmigt, worauf offensichtlich auch die Untere Abwasserbehörde des Landkreises hingewiesen hatte. „Das geht so nicht und wird mit abgearbeitet“, verspricht Kloster, der vor knapp zwei Jahren von der Gemeinde als kommissarischer Leiter des Abwasserbetriebs eingesetzt wurde. Trotz der Aufgabenfülle ist er zuversichtlich: „Wir sind jetzt auf einem guten Weg und arbeiten Hand in Hand mit dem Landkreis.“

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