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Apfelbaum trägt zweimal Früchte

Lahstedt-Münstedt Apfelbaum trägt zweimal Früchte

„Ja ist den heut‘ schon Frühling“, dachte sich der Münstedter Wilhelm Lege, als sein Apfelbaum mitten im September plötzlich in voller Blüte stand. Jetzt trägt der Baum massenhaft rotglänzende Früchte – zum zweiten Mal in diesem Jahr.

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Der Münstedter Wilhelm Lege vor dem ungewöhnlichen Apfelbaum mit den Früchten aus dem Mai.

Münstedt . „Ich wohne seit 1969 hier, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagt der rüstige Rentner. Zwar habe der Baum schon in den vergangenen Jahren mal doppel geblüht, aber noch nie so ausgiebig wie in diesem Jahr. Und es ist in der Tat ein kurioses Bild, das sich in dem Garten des Münstedters bietet. Da hängen große, goldgelbe Äpfel aus der Maiblüte friedlich vereint neben etwas kleineren rotstrahlenden Früchten aus der Septemberblüte.

Weil sich der Münstedter diesen Doppelschlag der Natur nicht erklären konnte, hat er einen Bekannten angerufen, der sich mit Apfel- und Weinanbau auskennt. „als ich ihm erzählte, dass der Baum zum zweiten Mal in diesem Jahr voller Früchte hängt, dachte er, dass ich ihn veräppeln wollte“, sagt Lege mit einem Lachen. Erklären konnte der Experte den ungewöhnlichen Vorgang zwar, er gab dem Münstedter jedoch einen wertvollen Tipp. „Ich solle auf jeden Fall die Äpfel schleunigst abernten, weil der Baum sonst bei einem Kälteeinbruch Schaden nehmen könnte“, erläutert Lege.

Übrigens: Eine spezielle Düngemethode, die als Erklärung für den äußerst potenten Baum herhalten könnte, hat Lege nicht. Auch weil seine Enkelin gerne die Äpfel direkt vom Baum nasche, verzichte er schon längst auf irgendwelche Pestizide oder ähnliches. „Das ist alles Natur“, sagt der Münstedter.

Und so ist wohl auch der „doppelte Apfelbaum“ einfach eine Laune der Natur. „Vielleicht liegt es ja auch am viel zitierten Klimawandel“, sagt Lege und beißt in einen Apfel. Und zwar in eine Frucht aus der Maiblüte. „Die anderen schmecken noch nicht, denen fehlt noch Sonne“, erklärt der Münstedter und fügt mit einem Schmunzeln an: „Aber wenn es weiter so mild bleibt, könnte ich die Äpfel zu Weihnachten ernten.“

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Warum normalerweise die Blätter im Herbst vom Baum fallen

Eigentlich blüht ein Apfelbaum im Mai und wird im Spätsommer bis Herbst abgeerntet. Wird es kühler, verliert er normalerweise wie jeder Laubbaum seine Blätter und schützt sich so vor dem austrocknen. Im Frühling und Sommer haben die Blätter eine wichtige Aufgabe. Sie versorgen den Baum mit Nährstoffen und Wasser. Im Herbst lässt diese Nahrungsproduktion nach. Der Baum hat genügend Nährstoffe angesammelt, um über den Winter zu kommen. Er hält eine Art Winterschlaf. Bevor die kalten Tage kommen, „verkorkt“ der Baum die Löcher an den Blattstielen, durch die das Wasser gepumpt wurde. Das Blatt trocknet aus und fällt ab. Würde der Baum die Blätter behalten, würden sie immer weiter Wasserdampf abgeben - der Baum würde absterben.

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