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Am Abgrund entlang

Lahstedt Am Abgrund entlang

Gadenstedt. Ein kleines Stück fehlte dem Gadenstedter Dr. Peter Schmidt noch, um sagen zu können, dass er auf dem Landweg vom Nordkap zum Nadelkap, dem südlichsten Punkt Afrikas, unterwegs war.

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Peter und Martina Schmidt in den Simien Mountains in Äthiopien.

Quelle: oh

Mit der Amharanubia-Strecke durch das Hochland von Äthiopien und durch den Sudan hat er die letzte große Lücke nun geschlossen. Im ersten Teil der Reportage erzählte der Gadenstedter bereits eindrucksvoll von seiner Reise gemeinsam mit Frau Martina durch das wilde Hochland - heute folgt der zweite und letzte Teil.

Wie Mahnmale liegen die Lkw jenseits der Straße im Abgrund der tiefen Schluchten. Sicherungen gibt es keine in 4000 Metern Höhe. Und so schlängelt sich der Treck Stück für Stück direkt am Abgrund entlang - definitiv nur etwas für halbwegs Schwindelfreie. Doch die schier endlosen Serpentinen gehen nicht nur aufs Gemüt, sie führen auch dazu, dass auf der Landkarte scheinbar kurze Entfernungen erst innerhalb von Stunden überwunden werden können. „Für die Überquerung des Nils mussten wir für etwa 20 Kilometer Luftlinie mehr als 1000 Meter tief Kurve um Kurve in die Schlucht fahren und auf der anderen Seite wieder rauf“, sagt Schmidt.

Sowohl im Sudan als auch in Äthiopien haben sich die beiden Gadenstedter einen Wagen mit Fahrer gemietet. Einzig die Strecke von der Grenze des Sudans nach Khartoum war mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen, weil der Wagen erst ab Khartoum gebucht war. Beim Trekking im Hochland von Simien trugen Maultiere das Gepäck und die Ausrüstung, außerdem war ein Koch dabei. „Die dünne Luft hat man deutlich gemerkt“, erzählt Schmidt mit einem Lachen.

Doch nicht nur das Klima war gewöhnungsbedürftig für die Gadenstedter - auch das einheimische Essen in beiden Ländern hielt einige Überraschungen bereit. „In Äthiopien gab es kaum ein Essen ohne Injera, das traditionelle Fladenbrot. Und im Sudan waren es immer wieder dieselben bunten Fleischteller rund ums Fladenbrot“, erläutert der Globetrotter. Gegessen wurde in beiden Ländern grundsätzlich ohne Besteck, nur mit den bloßen Fingern.

Während es in Äthiopien meist auch westlich-europäische Küche in den Touristenorten gab, blieben im Sudan meist nur die einfachsten Imbissbuden, die auch die Sudanesen nutzen, als Restaurant. „Cola, die gab es überall. Aber während in Äthiopien zum Essen auch ein kaltes St. George Beer gehörte, gab es diesen Genuss im Sudan nicht mehr“, erzählt Schmidt mit einem Schmunzeln. Natürlich begleiteten die beiden allerorts die typisch afrikanischen Vogelgeräusche. Besonders in Äthiopien gab es auch einige interessante Tiere zu sehen, darunter die dichtbefellten Gelada-Paviane der Simein-Berge, die es nur dort gibt.

Trotz der zum Teil widrigen Umstände - am Ende zog der Gadenstedter ein positives Fazit der Reise. „Entgegen aller Befürchtungen - nicht ohne Grund war dieser Teil der Strecke von Kap zu Kap lange Zeit eine Lücke geblieben - war der Ablauf der Reise problemlos, es konnten alle geplanten Orte besucht werden“, erzählt Schmidt. Der Erfolg der Reiseunternehmung sei dabei auch auf den Umstand zurückzuführen, dass man sowohl im Sudan als auch in Äthiopien in den vergangenen Jahren viele Straßen geteert habe - wohl wissend, dass ohne Infrastruktur keine nachhaltige Entwicklung möglich ist. „So war es uns auch möglich, die Strecke innerhalb von dreieinhalb Wochen zu schaffen“, sagt der Gadenstedter.

mu

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