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Aktivist lobt Fortschritt im „Trassenkampf“

Lahstedt Aktivist lobt Fortschritt im „Trassenkampf“

Mit Genugtuung nimmt Torsten Fleige-Lütgering den Änderungswunsch der Bundesregierung zur Erdverkabelung von Hochspannungstrassen zur Kenntnis: „Kleine Schritte führen zum Ziel“, so der Leiter der Lahstedter Bürgerinitiative.

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Protestzug: Im Mai demonstrierten Torsten Fleige-Lütgering und weitere Aktivisten aus dem Kreis Peine mit Fackeln gegen Freileitungen.

Quelle: Ralf Büchler

Lahstedt. „Man geht immer mehr auf die Forderungen der Bürgerinitiativen zwischen Wahle und Mecklar ein“, sagt Fleige-Lütgering. Gestern hatte die Bundesregierung angekündigt, im Eilverfahren das Gesetz für neue Energieleitungen zu ändern: Überall, wo Hochspannungsmasten weniger als 400 Meter Abstand zu Wohnsiedlungen hätten, soll eine Erdverkabelung verpflichtend werden.

Trotzdem sei der Weg der kleinen Schritte für die Bürgerinitiativen noch lang, so Fleige-Lütgering: „Wir fordern eine komplette Erdverkabelung der Trasse – und zwar nach dem neuesten Stand der Technik“, nennt Fleige-Lütgering das Fernziel. Außerdem sollen vorhandene Strukturen genutzt werden: „Das Erdkabel soll etwa entlang des Zweigkanals und der A7 gebaut werden, weil es dort am wenigsten stört“, sagt der Groß Lafferder.

Die von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) unterstützte Gesetzesänderung sei nach Fleige-Lütgerings Meinung eher dem vorgezogenen Wahlkampf geschuldet – „die grundsätzliche Energiepolitik der Bundesregierung ist Energie-Lobbyismus“, urteilt er.

Fehler im weiterhin laufenden Raumordnungsverfahren zum Trassen ausbau sei, dass nur der Anträger – nämlich die Eon-Tochter Tennet – Varianten Einbringen kann. „Die Entsprechen dann natürlich seinem eigenen finanziellen Interesse und nicht dem der Bürger“, sagt Fleige-Lütgering. „Wir fordern aber, dass unsere Variante sechs – die komplette Erdverkabelung, ebenfalls geprüft wird!“

sip

Hintergrund

380-kV-Trasse zwischen Wahle und dem hessischen Mecklar soll Strom unter anderem aus Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee nach Süd-Deutschland weiterleiten. Fünf Varianten von Trassenführungen stehen dabei zur Auswahl, auch Lahstedt und Ilsede könnten von der Trasse berührt werden (Variante 3 und 4).

Voraussichtlich noch bis Ende Frühjahr 2011 befindet man sich im Planfeststellungsverfahren – die Varianten werden geprüft. Gegner wie Torsten Fleige-Lütgering befürchten gesundheitliche Schäden. „Wir haben 2010 zumindest das niedersächsische Energieleitungsausbaugesetz durchgesetzt, das jetzt auf Bundesebene ankommt“, resümiert er. Für 2011 hofft er, dass die komplette Erdverkabelung als Variante geprüft oder besser noch per Gesetz vorgeschrieben wird.

sip

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