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Abwassergutachten in Lahstedt: Investitionsstau von 23,4 Millionen Euro

Lahstedt Abwassergutachten in Lahstedt: Investitionsstau von 23,4 Millionen Euro

Lahstedt. Auf Lahstedter Bürger kommt eine Abwasser-Gebührenerhöhung zu - ist sich Hans-Joachim Kloster, kommissarischer Vorstand des gemeindeeigenen Abwasserbetriebs, sicher. Die Erhöhung lässt sich aus einem Gutachten über die Abwassersituation in Lahstedt schließen, die jetzt ein Experte aus Bad Nenndorf dem Bauausschuss der Gemeinde vorgelegt hat.

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Wird sie geschlossen? Die Kläranlage in Münstedt.

Quelle: rb

Mehrere Varianten der Abwasserentsorgung hat der Gutachter geprüft, darunter die Beibehaltung der dezentralen Abwasserbeseitigung mit allen Standorten und - wie von der SPD-Fraktion eingebracht - die Abwasserbeseitigung für die Kläranlagen Oberg/Münstedt und Adenstedt durch Anschluss an einen Betreiber außerhalb des Gemeindegebietes unter Erhalt der Kläranlagen Gadenstedt und Groß Lafferde (PAZ berichtete).

Jetzt liegen die Ergebnisse vor: Die günstigste Variante mit 10,27 Millionen Euro ist laut Gutachter, dass Kläranlagen in Adenstedt und Münstedt schließen und das gesamte Lahstedter Abwasser in Gadenstedt und Groß Lafferde gereinigt wird. Alle Anlagen zu erhalten würde dagegen 13,5 Millionen Euro kosten, Adenstedt und Münstedt (inklusive Oberg) an Peine anzuschließen würde 22,13 Millionen kosten. Über seinen Vorschlag muss die Politik in den nächsten Wochen entscheiden. Dass es auf die günstigste Variante hinausläuft, erscheint dabei wahrscheinlich - nicht zuletzt weil die Lafferder Anlage erst großflächig entschlammt und technisch erneuert wurde, wie Hans-Joachim Kloster im Ausschuss erinnerte.

Sollten die Kläranlagen in Adenstedt und Münstedt geschlossen werden - nicht vor 2015 würde es dazu kommen - stünde auch der Bau eines Nachklärbiotops in Münstedt nicht mehr zur Debatte. Zur Erinnerung: Seit fast acht Jahren streitet die Gemeinde mit dem Landkreis über die Münstedter Anlage, insbesondere über die Werte des geklärten Wassers, das von der Anlage in den nahen Woystgraben abgeleitet wird. Seit Kurzem wird deshalb in Münstedt eine Notkläranlage eingesetzt.

Der Gutachter machte im gesamten Lahstedter Abwassersystem einen Investitionsstau von 24,3 Millionen Euro aus, weshalb die Gemeinde jährlich auch 100 000 Euro Abwasserabgaben an den Landkreis wegen nicht eingehaltener Abwassergrenzen zahlt, so Kloster.

Für den erst vor etwa einem Jahr eingesetzten kommissarischen Leiter des Abwasserbetriebs Kloster steht jetzt fest, dass die Abwassergebühren für die Lahstedter steigen müssen: Derzeit liegen sie für Schmutzwasser bei 3,24 Euro pro Quadratmeter, für Niederschlagswasser bei 36 Cent je Quadratmeter angeschlossener befestigter Grundstücksfläche.

sip

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