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Abwasser-Drama spitzt sich immer weiter zu

Lahstedt Abwasser-Drama spitzt sich immer weiter zu

Gadenstedt. Das Abwasser-Drama in Lahstedt spitzt sich immer weiter zu.

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Die Abwasser-Problematik beschäftigt weiter die Lahstedter Politiker. Das Symbolbild zeigt die Lengeder Kläranlage.

Quelle: A

In einer extra einberufenen Ratssitzung am morgigen Donnerstag, 13. November, ab 18 Uhr im Rathaus in Gadenstedt ist das Thema der einzige Punkt auf der Tagesordnung. Ob aber nach jahrelangem Hin und Her und trotz einer Fristsetzung des Landkreises bis zum 14. November wirklich eine Entscheidung fällt, scheint nicht sicher.

So hatte es zwar am Sonnabend eine interfraktionelle Arbeitssitzung gegeben, der Abwasserausschuss brachte während seiner Sitzung am Montagabend aber - entgegen der üblichen Vorgehensweise - keine Beschlussempfehlung auf den Weg. Auf Nachfrage der PAZ deutete der Ausschussvorsitzende Hartmut Bartels (FBL) jedoch an, dass es eine Alternative zum Beschlussvorschlag der Verwaltung geben könne, diese jedoch am Montagabend noch nicht empfehlungsreif gewesen wäre. Zum Inhalt wollte er sich nicht äußern.

Zum Hintergrund: Die Debatte um das künftige Konzept der Abwasserbeseitigung in Lahstedt hatte sich zuletzt auf die Entscheidung zwischen dem Bau einer zentralen Kläranlage oder der Ertüchtigung der bestehenden Abwasseranlagen konzentriert. Nach Angaben eines Ingenieurbüros würde die Sanierung etwa 7,7 Millionen Euro kosten, eine zentrale Anlage etwa 9,7 Millionen Euro. Der Sachverständige unterstrich jedoch, dass sich nach 15 Jahren aufgrund verschiedener Faktoren die Zentralkläranlage rechnen würde, weshalb er auch diese Variante favorisiere - genau wie die Verwaltung, die in „ihrem“ Beschlussvorschlag eine Zentralkläranlage vorsieht.

Nach PAZ-Informationen soll der oben von Bartels angedeutete „alternative Beschlussvorschlag“ nun eine Art Kompromiss darstellen. Dieser solle zwar den Landkreis als Aufsichtsbehörde zufriedenstellen, gleichzeitig jedoch eine endgültige Entscheidung zwischen zentraler und dezentraler Anlage vermeiden.

Hans-Joachim Kloster, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, zeigte sich skeptisch im Hinblick auf einen möglichen Kompromissvorschlag. „Die Frage wird sein, ob das dem Landkreis dann so ausreicht“, erklärte er auf PAZ-Anfrage und erinnerte an die möglichen Konsequenzen, sollte die Aufsichtsbehörde nicht überzeugt werden: „Dann droht uns zum Jahresende der Einzug aller Betriebsgenehmigungen für die Kläranlagen, das Abwasser müsste dann per Lastwagen abgefahren werden. Das kostet pro Tag rund 28 000 Euro.“

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