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50 Jahre Wetterwette: Aus Jux wurde fester Brauch

Groß Lafferde 50 Jahre Wetterwette: Aus Jux wurde fester Brauch

Groß Lafferde. Am Anfang war es nur ein Spaß - doch der währt nun schon fünf Jahrzehnte und hat sich zu einem festen Brauch entwickelt: Einige Marktbesucher aus dem Peiner Land kommen rund um die tollen Tage in Groß Lafferde in der Gaststätte „Zur Post“ zusammen und wetten, wie das Wetter beim nächsten Lafferder Markt wird. Die Verlierergruppe

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Zur 50. Wiederholung des nicht ganz ernst gemeinten Brauchs stellten sich die aktuellen Mitglieder der Wetterwetter zu einem Gruppenfoto auf.

Es war der späte Donnerstagabend des Jahres 1963, als sich sieben Marktbesucher in feuchtfröhlicher Runde im Gasthaus „Zur Post“ trafen. Mit dabei waren Rektor Heinrich Schmidtmann aus Gadenstedt, Ferdinand Burgdorff aus Groß Lafferde, Erich Mundstock und Jochen Maevers aus Peine sowie Karl-Heinz Lampe und Karl-Heinz Hube aus Groß Lafferde. Zu fortgeschrittener Stunde fragte plötzlich einer, wie wohl das Wetter beim Markt im nächsten Jahr sein werde. Schnell bildeten sich Regen- und Sonnenscheinparteien, Namen wurden notiert, der Abendessen-Einsatz festgelegt - und eine Tradition war geboren.

Der Brauch wurde von Generation zu Generation weitergetragen - und so treffen sich noch heute einige Männer, um die Tradition am Leben zu halten: Die Wetterwetter vom Lafferder Markt. „Das ist einfach immer ein großer Spaß“, sagt Rolf Büttner aus Klein Ilseder, der der Gruppe seit vielen Jahren angehört.

Doch so spaßig der Brauch - an gewissen Traditionen wird nicht gerüttelt. So hat es sich eingebürgert, das es beim „Wetteressen“ ein Holsteiner Schnitzel mit üppiger Gemüseplatte gibt.

Und jedes Glas Bier muss als „Henkelmann“ gestemmt werden - es darf also nur mit Daumen und kleinem Finger angefasst werden. Wer wie gewohnt zum Bierglas greift, muss eine Runde zahlen, Zuspätkommer sowieso.

In diesem Jahr haben die Regen-Wetter gewonnen, da am Markt-Donnerstag in der Zeit von 8 bis 18 Uhr vor der Gaststätte einige Tropfen fielen. Festgestellt wird die „Niederschlagswahrheit“ vom Protokollführer, der auch schon mal unparteiische Hilfe in Anspruch nimmt - früher zum Beispiel vom Kaufmann gegenüber der Gastwirtschaft.

Die Wetterwetter sind übrigens so bekannt, dass sie sogar beim großen Umzug des diesjährigen Jubiläumsmarktes mit einem eigenen Wagen vertreten waren. „Dabei blieb es zum Glück trocken“, sagt Büttner mit einem Schmunzeln.

mu

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